Panik am Neuen Markt
Deutsche Börsen weiter auf Talfahrt

Ein dramatischer Kurseinbruch am Neuen Markt hat am Dienstag die Frankfurter Börse beherrscht. Der Nemax 50 stürzte bis zum frühen Abend um 9,86 % auf 1292,38 Punkte. Der Dax verlor 3,7 Prozent.

dpa FRANKFURT/MAIN. Ein dramatischer Kurseinbruch am Neuen Markt hat am Dienstag die Frankfurter Börse beherrscht. Der Nemax 50 stürzte bis zum frühen Abend um 9,86 % oder mehr als 100 Zähler auf 1292,38 Punkte. Zuvor war er sogar auf das Allzeit-Tief von 1279,70 Punkten eingebrochen. Der deutsche Aktienindex Dax verlor 3,70 % auf 5547 Punkte. Der MDAX der 70 mittelgroßen Unternehmen verlor 2,59 % auf 4458 Zähler.

"Bei etwas anziehenden Umsätzen sucht der Neue Markt eine neue Basis im freien Fall", beschrieb ein Händler einer kleineren Frankfurter Bank das Geschehen. Langsam gebe es so etwas wie Panik, weil im Gegensatz zur Vorwoche keine Käufer mehr am Morgen aufträten. Größter Verlierer im Nemax 50 war Broadvision mit Minus 31,32 % auf 3,64 ?.

Zu den wenigen Gewinnern zählte im Dax die Aktie der Metro. Der Titel legte 2,06 % auf 49,50 ? zu und setzte sich damit an die Spitze des Dax. Der Wert profitiere von Anlegern, die von High- Tech-Werten in sichere Ertragswerte umschichteten, sagte ein Händler.

Einen massiven Einbruch erlebten SAP, die um 12,57 % auf 15,41 ? einbrachen. Trotz gegenteiliger Beteuerung des Unternehmens befürchteten Anleger schlechte Zahlen, nachdem am Vortag drei Softwarehäuser Gewinnwarnungen veröffentlicht hatten. Der Aktienkurs habe zudem eine charttechnische Marke unterschritten, sagte eine Händlerin in Frankfurt. Dies habe weitere Verkaufsaufträge ausgelöst.

Der Rentenmarkt zeigte sich uneinheitlich. Der Rentenindex Rex gewann um 0,01 % auf 113,38 Punkte. Der Richtung weisende Bund Future legte hingegen um 0,22 % auf 109,36 Zähler zu. Die Bundesbank stellte am Mittag die Umlaufrendite bei 4,67 (Montag: 4,63) Prozent fest.

Am Nachmittag legte der Euro zu und wurde zuletzt bei 0,8932 US-Dollar gehandelt. Der Dollar kostete 2,1897 DM. Die Europäische Zentralbank legte den Referenz-Kurs des Euro auf 0,8845 (Montag: 0,8772) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,2112 (2,2297) DM.

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