Panikartige Verkäufe
Private Anleger verkaufen massiv Brokat-Aktien

Die am Neuen Markt notierte Aktie der Brokat AG hat am Mittwoch ihre Talfahrt der vergangenen acht Handelstage fortgesetzt und fiel in der Spitze um fast 30&nbp;% auf ein Jahrestief von 4,05 Euro. Die Titel gingen mit 4,16 Euro aus dem Handel.

rtr FRANKFURT. "Das sind panikartige Verkäufe", sagte ein Börsianer. Das Vertrauen in die Aktie sei nach den schlechten Meldungen der vergangenen Tage offensichtlich fast vollständig zerstört.

Hohe Umsätze

Brokat hatte am Montag mitgeteilt, durch die Neubewertung einiger Töchter und Beteiligungen rund die Hälfte des Grundkapitals aufgebraucht zu haben. Außerdem kündigte der Softwarehersteller an, 300 Stellen, davon 200 in den USA, streichen zu wollen. Die Meldung sei in einer sehr schlechten Marktphase gekommen und habe deswegen zu sehr starken Verlusten geführt, sagte ein Händler. "Die Stellenstreichungen in den USA zeigen, dass dort nicht profitabel gearbeitet wird", hieß es weiter. Das belaste die Aktie, weil Brokat immer wieder die Expansion auf den amerikanischen Markt als besonders wichtig eingestuft habe.

Angst vor Totalverlust

Die Analysten des Bankhauses Metzler bekräftigten am Dienstag ihre Anlageempfehlung "Sell" und verwiesen auf Liquiditätsrisiken des Unternehmens. Ein Totalverlust der Aktie werde immer wahrscheinlicher, da Brokat auch kein attraktiver Übernahmekandidat für andere Firmen sei, hieß es in einer Mitteilung. Ein Händler sagte, die Empfehlung sorge offensichtlich für große Angst bei privaten Anlegern.

Die Anteilsscheine erreichten Mitte Januar mit 35,01 ? einen Jahreshöchststand. Seitdem hat die Aktie rund 87 % ihres Wertes eingebüßt.

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