Panzer-Fehlinformation des Ministeriums
Struck entschuldigt sich bei Schröder

Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) hat sich nach Angaben seines Ministeriums bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für die zunächst fehlerhafte Übermittlung einer israelischen Rüstungsanfrage entschuldigt.

Reuters BERLIN. Struck habe es als Fehler seines Hauses bezeichnet, dass die Anfrage Israels nach Transport-Panzern des Typs "Fuchs" als Anfrage nach ABC-Spürpanzern des selben Typs interpretiert worden sei, sagte ein Sprecher des Ministers am Donnerstag auf Anfrage. Dieser Fehlschluss sei auf Grund der aktuellen Debatte um die in Kuwait stationierten "Fuchs"-Spürpanzer und deren Einsatz in einem eventuellen Irak-Krieg zustande gekommen. Die Anfrage nach den Truppentransport-Panzern werde nun im Verteidigungsministerium und im Bundessicherheitsrat geprüft.

In Regierungskreisen hieß es, die Genehmigung eines solchen Exports sei deutlich schwieriger als die Zusage für die Lieferung von ABC-Spürpanzern. Die Transportpanzer hätten weniger defensiven Charakter als die Spürpanzer, die gepanzerte rollende Labors sind.

Bundeskanzler Schröder hatte am Mittwochmittag erklärt, Israel habe nach Fuchs-Spürpanzern und nach Patriot-Raketen gefragt. Es gebe keine grundsätzlichen Bedenken gegen diese Anfrage. Wenige Stunden später hatte das Verteidigungsministerium klargestellt, dass Transportpanzer gemeint waren.

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