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Panzer, U-Boote, Flieger - womit die Deutschen unterstützen könnten

Sollte die Bundeswehr mit allen Teilstreitkräften die USA unterstützen, verfügten die Deutschen über Technologien, die man in anderen Streitkräften vergebens sucht.

dpa KIEL. Dazu gehört vor allem der "Spürfuchs", dessen Export in der CDU - Spendenaffäre Thema war. Der dreiachsige Radpanzer kann atomare und chemische Kampfstoffe aufspüren und markieren. Zudem können die Soldaten Proben zur Feinanalyse nehmen, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Im Golfkrieg war der "Spürfuchs" bei Amerikanern, Briten und Israelis sehr begeehrt.

Mit der Offerte, deutsche Transporter an den Lebensmittel-Flügen zu beteiligen, wird die Bundeswehr an einer Schwachstelle getroffen. Erst in sieben Jahren sollen die neuen Airbus A400M die Jahrzehnte alten C-160 "Transall" ablösen. Selbst mit Zusatztanks hat die Maschine bei 16 Tonnen Nutzlast eine Reichweite von nur knapp 1200 Kilometer, in der Luft betankt werden kann sie nicht.

Neben den neuen C-17 "Globemaster" der Amerikaner, die fast fünf Mal so viel Fracht selbst ohne die mögliche Luftbetankung über die sechsfache Entfernung tragen kann, nimmt sich die Propeller-Maschine wie ein Oldtimer aus. Würde die Luftwaffe tatsächlich unterstützen, müssten die Maschinen mit mehreren Zwischenstopps zu einem Basisplatz in der Nähe Afghanistans verlegt werden. Neu sind den Piloten solche Operationen allerdings nicht: Bei ihren zahlreichen Hilfsflügen waren die Transall auch mehrfach in Pakistan stationiert.

Mit Flugzeugen könnte auch die Marine die USA unterstützen, vor allem mit den zweimotorigen Breguet "Atlantic". Die im niedersächsischen Nordholz stationierten Seeaufklärer sind eigentlich zur U-Boot-Jagd konzipiert. Mit ihrer elektronischen Ausstattung können die Maschinen aber auch Funkverkehr abhören oder elektronische Feuerleitradars erfassen.

Mit der Fragatte "Bayern" und dem Versorger "Rhön" ist die deutsche Marine schon jetzt indirekt an den Militäroperationen beteiligt. Der "Ständige NATO-Einsatzverband Mittelmeer", zu dem die beiden Schiffe gehören, wurde zur Entlastung der USA ins östliche Mittelmeer verlegt.

Auch deutsche U-Boote könnten die USA entsprechend unterstützen. So könnten die in Eckernförde stationierten Unterseeboote amerikanische Boote im Mittelmeer ablösen. Die deutschen Boote vom Typ 206A sind zwar erheblich kleiner und haben mit ihrem diesel- elektrischen Antrieb auch nicht die praktisch unbegrenzte Reichweite der amerikanischen Atom-U-Boote, sind aber effektiv und leise.

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