Panzergrenadier-Bataillon fuhr auf Tiflis zu
Georgische Nationalgarde meutert wegen ausstehenden Solds

In der Kaukasusrepublik Georgien hat ein Bataillon der Nationalgarde am Freitag wegen ausstehenden Solds gemeutert und den Rücktritt der Regierung verlangt.

dpa TIFLIS. Verwandte der etwa 500 meuternden Soldaten hätten die Straßen zu deren Stützpunkt bei der Hauptstadt Tiflis versperrt, um Kämpfe mit regierungstreuen Truppen zu verhindern, meldete der russische Fernsehsender RTR. Der georgische Sicherheitsminister Wachtang Kutateladse bezeichnete die Meuterei als Putschversuch.

Am frühen Morgen verließ das Panzergrenadier-Bataillon der Nationalgarde gegen den Befehl des Verteidigungsministeriums einen Truppenübungsplatz im Nordwesten Georgiens und fuhr mit Panzern auf Tiflis zu. 30 Kilometer vor der Hauptstadt stoppten die Meuterer in einer Militärsiedlung. Der Kommandeur der Nationalgarde, Dschemal Tschumburidse, verhandelte mit den Soldaten.

Die Armee der seit zehn Jahren unabhängigen ehemaligen Sowjetrepublik befindet sich nach Experteneinschätzung in einem äußerst schlechten Zustand.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%