Panzerlieferung nach Saudi-Arabien
Neuer Beweisantrag im Schreiber-Prozess

Ein Beweisantrag im Augsburger Schmiergeld- Prozess gegen zwei ehemalige Thyssen-Manager könnte das kurz vor dem Abschluss stehende Verfahren unerwartet verzögern.

dpa AUGSBURG. Damit könnte auch das ursprünglich am Dienstag geplante Plädoyer der Staatsanwaltschaft verschoben werden. Die Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Augsburg erklärte am Montag, sie wolle erst über den Antrag der Anwälte des Angeklagten Jürgen Maßmann beraten. Das Ergebnis werde am Dienstag bekannt gegeben.

Maßmann und sein Mitangeklagter Winfried Haastert sind in dem seit November 2001 laufenden Prozess angeklagt, bei einer Panzerlieferung nach Saudi-Arabien von dem Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber Schmiergelder in Millionenhöhe bekommen und nicht versteuert zu haben. Die Gelder sollen laut Anklage über ein undurchsichtiges Geflecht von Firmen und Konten in der Schweiz und in Liechtenstein geflossen sein.

Maßmanns Verteidiger beantragten deshalb unter anderem, im Wege der Rechtshilfe sämtliche Unterlagen zu einem Liechtensteiner Konto mit der Referenz "Jürglund" zu beschlagnahmen. Damit wollen sie beweisen, dass es nicht ihrem Mandanten zugerechnet werden kann. Dies hatte auch Schreiber selbst vor kurzem bei seiner Vernehmung durch den Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages im kanadischen Toronto angegeben.

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