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Papiere der Online-Banken unter Druck

Reuters FRANKFURT. Die Aktien des Discount-Brokers Consors sind am Montag, einen Tag vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal, unter Druck geraten. Die im Blue Chip-Index Nemax 50 des Neuen Marktes notierten Papiere fielen im frühen Handel fast sieben Prozent auf 27,13 Euro, nachdem Vorstandschef Karl Matthäus Schmidt in einem Zeitungsinterviews angekündigt hatte, der schlechte Trend zum Ende des Jahres 2000 habe sich fortgesetzt.

Händler sagten, dies sei absehbar gewesen, seit der Konkurrent Comdirect in der vergangenen Woche für das erste Quartal einen Verlust ausgewiesen hatte. Die Online-Banken litten unter dem Rückzug der Privatanleger vom Neuen Markt. Das Ordervolumen sei deutlich zurückgegangen und damit die Umsätze der Broker, hieß es.

"Das überrascht mich nicht", kommentierte ein Händler der WestLB in Düsseldorf die Ankündigungen Schmidts zu den ersten drei Monaten diesen Jahres. Februar und März seien für den Online-Broker im Hinblick auf die Umsätze eine "Riesenkatastrophe" gewesen. Zudem stehe die Consors-Aktie bereits seit einigen Tagen wegen größerer Verkaufsorder unter Druck.

Die Titel von Comdirect und der Direkt Anlage Bank waren am Montag ebenfalls im Minus. Comdirect-Titel notierten zwei Prozent leichter bei 13,71 Euro, die Papiere der Direkt Anlage Bank fielen 1,24 % auf 22,33 Euro. Der Nemax-All-Share war zur gleichen Zeit ein Prozent im Minus.

Consors-Aktien haben sich seit Jahresbeginn rund sechs Prozent schlechter entwickelt als der Nemax 50-Index, in dem sie enthalten sind.

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