Paraden der Protestanten stehen bevor
Erneut Straßenkämpfe in Belfast

In der vierten Nacht in Folge ist es am Montag im nordirischen Belfast erneut zu Straßenkämpfen zwischen Protestanten und Katholiken gekommen, an denen sich bis zu 1000 Menschen beteiligten.

Reuters BELFAST. Zwei junge Männer seien durch Schüsse verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zudem sei ein Busfahrer durch Glassplitter verletzt worden, als auf sein Fahrzeug geschossen worden sei. Die Unruhen ereigneten sich wieder in einem katholischen Wohngebiet im sonst überwiegend von Protestanten bewohnten Ostteil Belfasts. Einige Menschen mussten ihre Häuser verlassen, weil diese in Brand gesetzt wurden. Ein Großaufgebot an Polizei und britischer Armee wurde in das Gebiet entsandt, um die rivalisierenden Gruppen getrennt zu halten.

"Es ist nur eine Frage der Zeit bis jemand getötet wird, wenn sich die Lage nicht entspannt", sagte der Chef der nordirischen Polizei, Colin Cramphorn. Die britische Provinz stehe vor einem "erneuten Albtraum", angesichts der Vorbereitungen auf die alljährlichen Paraden der Protestanten-Organisationen. Trotz des Friedensabkommens von 1998 kommt es in Nordirland immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen pro-britischen Protestanten und pro-irischen Katholiken.

Bereits am Sonntag waren drei Menschen durch Schüsse verletzt worden. Erst nach dem Einsatz von hundert Polizeibeamten und 300 Soldaten hatte die Ruhe wieder hergestellt werden können.

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