Paradiesische Verkehrsinfrastruktur
Kopper: Finanzplatz Frankfurt braucht massive Unterstützung

Der Finanzplatz Franfurt benötigt massive Unterstützung, um die führende Rolle auf dem europäischen Kontinent zu behaupten. Dies fordert der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper.

HB/dpa FRANKFURT. Der internationale Finanzplatz London könne ohnehin nicht eingeholt oder gar überholt werden, sagte Kopper auf einer Veranstaltung der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Nach Meinung von Kopper wird Frankfurt unter Wert gehandelt. Die Rhein-Main-Region mit ihrem Bankenzentrum habe es nicht verstanden, die Vorzüge wie "Hauptstadt des Euro", kurze Wege, eine paradiesische Verkehrsinfrastruktur sowie ein attraktives und ruhiges Umland zu einer internationalen Marke zu entwickeln.

Selbstbewusste Impulste müssen von den Medien kommen

Vor allem von den dort ansässigen Medien müssten positive und selbstbewusste Impulse ausgehen. Die Pflege deutscher Ängste sei dagegen kontraproduktiv. In Frankfurt werde es als Verlust empfunden, wenn die Dresdner Bank von der Allianz-Zentrale in München gesteuert werde. Wichtiger sei allerdings, dass sämtliche Handelsaktivitäten der Bank am Main konzentriert seien.

Dass alle fünf großen britischen Investmentbanken von ausländischen Finanzhäusern aufgekauft wurden, habe das Selbstbewusstsein der Londoner City nicht erschüttert. Einen entscheidenden Beitrag für den Finanzplatz Deutschland und damit auch für Frankfurt erhofft sich Kopper, der auch Beauftragter der Bundesregierung für Auslandsinvestitionen ist, vom Bundesfinanzministerium.

Während es im britischen Finanzministerium für die Flut von Brüsseler Vorschlägen und Entscheidungen zu Finanzmarktfragen etwa 70 Fachleute gebe, habe Berlin weniger als zehn Experten aufzuweisen. "Wenn Deutschland Paroli bieten will, dann müssen dafür auch die notwendigen Strukturen geschaffen werden", mahnte Kopper.

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