Paris Hilton mischt sich in den US-Wahlkampf ein
Achtung, hier spricht Paris

Paris Hilton hat sich bislang durch große Sonnenbrillen, großen Reichtum und große Schlagzeilen eher zweifelhafte Popularität verschafft. Nun zeigt die blonde Hotelerbin, dass sie noch mehr kann – sogar Politik.

Paris Hilton hat sich mit Verve und im Bikini in den US-Wahlkampf gestürzt. Ihre Message lautet: „Ich bin durchaus in der Lage, Amerika zu führen.“

Mit ihrem überraschenden Wahlkampfauftritt zeigt Hilton Sinn für Humor – und dem republikanischen Präsidentschaftsanwärter John McCain, wer der wahre Polit-Star im Lande ist. Dieser hatte sich in seinem neuesten Fernsehspot bemüht, seinen Rivalen Barack Obama zu kompromittieren und ihn mit den beiden Skandal-Girls Paris Hilton und Britney Spears verglichen.

„Er ist der berühmteste Prominente der Welt, aber kann er auch ein Land führen?“, fragt eine Stimme in dem Spot. Um diese Aussage zu unterstreichen, zeigt der Werbefilm Aufnahmen der Rede Obamas aus Berlin, wo er wie ein Star gefeiert wurde. Der 71-jährige McCain versucht mit seiner Wahlkampfführung, Zweifel an der Eignung des bundespolitisch relativ unerfahrenen Demokraten zu säen. Und nicht nur er. Drei Bücher, die sich negativ mit Obama auseinander setzen, haben es gestern in die Top 20 der Bestsellerliste von Amazon.com geschafft.

Obama bleibt gelassen. Denn zumindest in Sachen Popularität kann McCain seinem 46-jährigen Widersacher nicht das Wasser reichen – und Paris Hilton auch nicht. Bislang hatte sich diese mit einer öffentlichen Kommentierung des McCain-Spots zurückgehalten. Doch nun kontert sie auf ihre Art: drapiert auf einer Gartenliege, bekleidet mit einem raffinierten Einteiler und goldenen Pumps.

In dem auf der Internetseite funnyordie.com veröffentlichten Video haucht Hilton in die Kamera: „Hey Amerika, ich bin Paris Hilton, und auch ich bin eine Berühmtheit. Nur stamme ich weder aus alten Zeiten noch verspreche ich Wandel wie der andere Typ – ich bin einfach heiß.“ Aber dann habe „dieser faltige, weißhaarige Typ“ ihr Bild in einem seiner Wahlkampfspots gezeigt. Und das bedeute ja wohl, dass sie nun im Rennen um das Weiße Haus dabei sei. Sie regte an, Popstar Rihanna als Vizepräsidentin zu nominieren und das Weiße Haus pink anzustreichen.

Zum Beweis ihrer Fähigkeiten schlug die 27-Jährige außerdem eine Hybrid-Lösung aus den beiden energiepolitischen Programmen von McCain und Obama vor. McCains Wahlkampfsprecher lobte die Ambitionen des Glamour-Girls: „Paris Hilton ist vielleicht nicht eine so große Berühmtheit wie Barack Obama, aber sie hat offenbar das bessere Programm für die Energiepolitik.“

Hiltons Eltern allerdings zeigten sich von dem McCain-Spot wenig begeistert. Dabei hatten sie zu Beginn des Jahres 4 600 Dollar zur Unterstützung dessen Wahlkampfs gespendet. Mutter Kathy sagte, der Promi-Spot McCains sei „eine Verschwendung von Zeit und Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der Millionen Menschen ihr Haus und ihre Arbeit verlieren“.

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