Park-City verbreitet Weihnachtsstimmung: Weihnachten ohne Santa Claus

Park-City verbreitet Weihnachtsstimmung
Weihnachten ohne Santa Claus

Wer auf der Interstate 80 Salt Lake City verlässt, fährt direkt auf die imposante Berglandschaft der Wasatch Mountains zu. Hier kommt schon eher das Gefühl von Olympischen Winterspielen auf, unten in der Stadt kann davon nur bedingt die Rede sein.

Nach Budweiser-Werbung und wehender US-Flagge links tauchen zunächst noch Kentucky Fried Chicken und McDonald?s auf der rechten Seite auf, ehe der Verkehr endgültig von der Schlucht geschluckt wird.

Bis zum 24. Februar, so ist auf Hinweisschildern zu lesen, sollte man vorsichtshalber olympische Verspätungen einplanen. Heute aber ist nicht viel los auf der kurvenreichen Strecke hoch nach Park City. Die Sonne scheint, die Schneehöhe in der kargen Landschaft steigt mit jedem Kilometer. "The greatest snow on earth", wie die Einheimischen gerne verkünden, wirkt unterhalb des blauen Himmels wie ein weißer Teppich.

Wer schließlich Park City und damit den Schauplatz der Snowboard-Wettbewerbe sowie der alpinen Riesenslalom-Entscheidungen erreicht, glaubt sich zumindest am Abend mitten in die Weihnachtszeit versetzt. Lichterketten an den meisten Gebäuden, reichlich Leben auf den Straßen, fehlt eigentlich nur noch Santa Claus. Und die Klänge von "Winter Wonderland", egal ob von Bing Crosby oder irgendeinem anderen alten Haudegen. Lediglich ein kapitaler Stromausfall wie am vergangenen Freitag kann die Stimmung in Park City zunichte machten.

45 Minuten später, zurück in Salt Lake City. Weihnachten ist schon wieder Vergangenheit. Die digitale Wetter- und Börseninfo im Schaufenster der Lokalzeitung "Deseret News" zeigt, dass der Dow Jones im Minus geschlossen hat. "Shit", sagt einer der Passagiere so laut, dass alle es hören. Seine gute Laune ist dahin. Kursverluste schmerzen. Lindern können sie weder der Gedanke an den Weihnachtsmann noch der olympische Geist.

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