Parlamentswahl
Liberaldemokraten auf Gewinnerkurs in Slowenien

dpa LJUBLJANA. Slowenien hat am Sonntag nach einem Wahlkampf, der auf den EU-Beitritt und wirtschaftliche Entwicklung zielte, ein neues Parlament gewählt. Als Favoriten in den Meinungsumfragen galten die Liberaldemokraten (LDS) des langjährigen Ministerpräsidenten Janez Drnovsek.

Die Wahlen liefen zunächst nur langsam an. Die Wahlkommission in Ljubljana teilte am Nachmittag mit, bis 11.00 Uhr hätten 25,5 % der etwa 1,5 Mill. Wähler ihre Stimme abgegeben. Das waren weniger als bei den Wahlen 1992 (33 %) und 1996 (29,6 %).

Aussichtsreicher EU-Beitrittskandidat

Slowenien ist ein aussichtsreiches EU-Beitrittskandidatenland. Präsident Milan Kucan, der seine Stimme in Ljubljana abgab, sagte, er sei sicher, dass die Wähler für eine Weiterentwicklung des Landes, Wohlstand und eine Stärkung des Ansehens im Ausland stimmen werden. Den Liberaldemokraten wurden in den letzten Meinungsumfragen bis zu 35 % der Stimmen vorhergesagt.

Rund 1,5 Mill. Wahlberechtigte sollen die neue Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses (Drzavni Zbor) in Ljubljana (Laibach) bestimmen. Über 1 000 Kandidaten aus 22 Parteien und Wahllisten bewerben sich für 90 Parlamentssitze. Gewählt wird nach dem Verhältniswahlrecht, wobei die Parteien für den Einzug ins Parlament eine Vier-Prozent-Hürde überschreiten müssen.

Drnovseks Liberaldemokraten hoben im Wahlkampf vor allem ihre langjährige Regierungserfahrung und die positive wirtschaftliche Entwicklung des Landes hervor. Die LDS dürfte nach Einschätzung von Beobachtern davon profitieren, dass sie die vergangenen vier Monate in der Opposition verbringen musste, nachdem die Slowenische Volkspartei die Regierungskoalition verlassen hatte. Die neue konservative Regierung des Bankexperten Andrej Bajuk stürzte schon nach wenigen Tage in eine Krise.

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