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Parmalat-Insolvenzverwalter verklagt auch Schweizer UBS

(dpa-AFX) Mailand - Der Verwalter des insolventen Lebensmittelkonzerns Parmalat < PRF.AFF > < PAF.FSE > , Enrico Bondi, hat nach der US-Bank Citigroup < C.NYS > < TRV.FSE > nun auch auch die Schweizer UBS < Ubsn.VTX > < UBR.ETR > verklagt. Die Klage beinhalte eine Forderung in Höhe von 290 Millionen Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag. Bondi reichte die Klage demnach in der norditalienischen Stadt Parma ein und er behielt sich vor, zusätzlich auf Schadenersatz zu klagen.

(dpa-AFX) Mailand - Der Verwalter des insolventen Lebensmittelkonzerns Parmalat < PRF.AFF > < PAF.FSE > , Enrico Bondi, hat nach der US-Bank Citigroup < C.NYS > < TRV.FSE > nun auch auch die Schweizer UBS < Ubsn.VTX > < UBR.ETR > verklagt. Die Klage beinhalte eine Forderung in Höhe von 290 Millionen Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag. Bondi reichte die Klage demnach in der norditalienischen Stadt Parma ein und er behielt sich vor, zusätzlich auf Schadenersatz zu klagen.

Hintergrund ist ein kompliziertes Bankgeschäft. Die Forderung stehe im Zusammenhang mit der Platzierung von Unternehmensanleihen durch UBS im Sommer 2003, berichtete die Nachrichtenagentur weiter. Demnach soll die UBS noch kurz vor der Insolvenz Anleihen im Auftrag der Parmalat ausgegeben haben.

Der Insolvenzverwalter will mit der Klage die beiden Parmalat-Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 420 Millionen Euro annullieren lassen. Nach italienischem Recht können Geschäfte, die vor einer Unternehmensinsolvenz abgeschlossen werden, rückgängig gemacht werde.

Entschädigung VON BIS ZU 10 Milliarden Euroo

Bereits vor wenigen Tagen hatte Bondi im US-Staat New Jersey Klage gegen die Citigroup und einige ihrer Tochterfirmen eingereicht. Das Unternehmen will von der Bank eine Entschädigung in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro fordern. Auch gegen,die Deutsche Bank < DBK.ETR > sollen wegen des Vorwurfs der Beihilfe zum betrügerischen Bankrott juristische Schritte eingeleitet werden.

Die Klagen sind Teil des Plans von Parmalat, Geld von Unternehmen und Geldinstituten einzutreiben, die für den finanziellen Zusammenbruch der Gruppe mitverantwortlich gemacht werden. Mit den Entschädigungen sollen unter anderem die Gläubiger des Konzerns bezahlt werden. Der Lebensmittel-Riese war Ende des vergangenen Jahres für insolvent erklärt worden, nachdem ein Finanzloch in Milliardenhöhe bekannt geworden war. Bis heute wird die Verschuldung auf über 14 Milliarden Euro geschätzt.

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