Parteichef optimistisch für Landtagswahlen 2001
Gerhardt bekräftigt Anspruch auf FDP-Führung

ap BERLIN. Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt hat seinen Anspruch bekräftigt, die Partei auch weiterhin zu führen. Er habe für sein Amt großen Zuspruch, sagte Gerhardt am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin, und sei bereit, wieder zu kandidieren. Innerhalb der FDP hatte es in den letzten Tagen verstärkt Spekulationen gegeben, Generalsekretär Guido Westerwelle werde auf dem nächsten Parteitag im Mai in Düsseldorf als Nachfolger Gerhardts für den Parteivorsitz antreten.

Sein Ziel sei es, eine "sehr moderne, liberale Partei in die Bundestagswahl" zu führen, erläuterte der FDP-Chef in dem Fernsehinterview. Hierzu sei eine Mannschaft notwendig, zu der auch Westerwelle gehöre. Der Generalsekretär sei "zweifellos ein hervorragender Politiker", sagte Gerhardt. Er gehe davon aus, dass die Zusammenarbeit mit Westerwelle fortgesetzt werde. Die FDP müsse "mit Druck die Nase vorn behalten", sich profilieren und eigene Streitigkeiten zurückstellen, sagte der Parteivorsitzende.

Gerhardt zeigte sich überzeugt, dass die FDP nach der Trendwende im zu Ende gehenden Jahr bei den Landtagswahlen 2001 erfolgreich bestehen werde. Seriöse Wahluntersuchungen für Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz, wo am 25. März gewählt wird, stellten die FDP in die "Ecke der Zweistelligkeit", sagte er. Und auch in Hamburg rechne er am 23. September mit dem Wiedereinzug seiner Partei in die Bürgerschaft. Dort gebe es mit Konteradmiral Rudolf Lange einen hervorragenden Spitzenkandidaten. In Personen schlage "sich ein Stück Programm nieder", sagte Gerhardt.

Hingegen sei der Erfolg der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen nicht Möllemanns Jürgen Möllemanns alleiniger Erfolg, sondern vielmehr ein großer gemeinsamer Erfolg der FDP.



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