Parteiinterner Streit verantwortlich
SPD verliert wieder an Zuspruch

Der parteiinterne Streit um die Reform der Sozialsysteme hat die SPD einer Umfrage zufolge bereits deutlich Wählerstimmen gekostet.

HB/dpa HAMBURG/BERLIN. Laut einer am Mittwoch veröffentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" sowie des Fernsehsenders RTL fielen die Sozialdemokraten bei der so genannten Sonntagsfrage ("Was würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?") um drei Punkte auf 30 %. Union, FDP und PDS konnten dagegen im Vergleich zur Vorwoche je einen Punkt hinzugewinnen und erreichen nun 45,7 und 4 %. Die Grünen liegen unverändert bei 11 %.

62 % der Deutschen sind laut der Umfrage der Meinung, dass sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Streit um die Reformen durchsetzen wird. Lediglich knapp ein Viertel (23 %) der Menschen sei der Ansicht, dass sich der linke Flügel in dem Streit behauptet. Auf die Frage, wer Zugeständnisse machen sollte, erklärten 39 %, Schröder sollte sich dem linken Flügel der Partei beugen, eine Mehrheit von 44 % vertrat dagegen die Meinung, der linke Flügel sollte sich hinter Schröder stellen.

Annähernd die Hälfte der SPD-Mitglieder (45 %) ist laut Umfrage mit der Arbeit der Partei auf Bundesebene voll zufrieden. 29 % erklärten sich unzufrieden, unentschieden seien 26 %. Deutlich besser fallen die Werte für den Parteivorsitzenden selbst aus: Mit Schröders Arbeit sind 61 % aller SPD-Mitglieder vollauf zufrieden, 21 % äußerten sich unzufrieden. Weder sonderlich zufrieden noch sonderlich unzufrieden sind 18 % der SPD-Mitglieder.

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