Parteispitzen: Drahtzieherschaft bin Ladens nachgewiesen
Bundesregierung will Beweise nicht veröffentlichen

Die Bundesregierung will die Beweise für die Drahtzieherschaft Osama bin Ladens bei den Terroranschlägen in den USA nicht im Detail veröffentlichen. Eine Offenlegung des von der US-Regierung vorgelegten oder des von deutschen Geheimdiensten gewonnen Materials könnte die Ermittlungen beeinträchtigen, sagte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye am Freitag in Berlin.

ap BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte den Partei- und Fraktionschefs am Vorabend Erkenntnisse über die Terroranschläge vorgelegt. Anschließend hatten die Teilnehmer übereinstimmend erklärt, alles deute auf eine Drahtzieherschaft Bin Ladens hin. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte, nach den Erkenntnissen deutscher Geheimdienste weise alles auf ihn hin.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel erklärte, die CDU fühle sich durch die Bundesregierung "ausreichend informiert". Sie sprach von einer "Reihe von eigenen Erkenntnissen unserer Dienste" und nannte deren Arbeit vernünftig. Der Parteichef der Grünen, Fritz Kuhn, sagte, es gebe eine "Latte von Indizien", die für eine Drahtzieherschaft Bin Ladens sprächen. FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt sprach im Südwestrundfunk von Hinweisen "in erdrückender Größenordnung".

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