Parteitag in Bremen
Döring als FDP-Vize erst im zweiten Wahlgang bestätigt

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Walter Döring ist im zweiten Wahlgang im Amt bestätigt worden. Zunächst erhielt der baden-württembergische FDP-Chef beim Bundesparteitag am Freitag in Bremen nur 302 Stimmen und verfehlte damit knapp die erforderliche Mehrheit.

HB/dpa BREMEN. Im zweiten Durchgang stimmten 353 und damit 56,8 % der Delegierten für den Stuttgarter Wirtschaftsminister. Schon vor zwei Jahren war Döring in Düsseldorf mit 50,7 % nur knapp als Parteivize gewählt worden. Döring hatte keinen Gegenkandidaten.

Zur Wahl waren 307 Stimmen nötig gewesen. 265 Delegierte votierten jedoch im ersten Durchgang gegen Döring, 45 enthielten sich - so fehlten fünf Stimmen. Westerwelle schlug ihn anschließend zum zweiten Wahlgang vor: "Wir haben es alle verstanden, aber wir wollen nach vorne gucken." Was die Delegierten dann auch taten.

Nach der fast einer Niederlage gleichkommenden Wahl äußerte sich Döring zurückhaltend: "Nach vorne blicken, Sachthemen anpacken." Beim anschließenden Parteiabend wirkte er nach dem Eindruck von Mitgliedern seines Landesverbandes angeschlagen. Er verließ nach kurzer Zeit den geselligen Abend.

Döring und der nordrhein-westfälische FDP-Chef Andreas Pinkwart hatten hinter den Kulissen um den in der Parteisatzung nicht vorgesehenen Platz des zweiten Stellvertreters von Westerwelle konkurriert. Da sie sich nicht einigen konnten, entschied Westerwelle per Münzwurf. Dabei hatte Pinkwart gewonnen. Er erhielt jedoch mit 61,7 % ein dürftiges Ergebnis. Offenbar aus Verärgerung darüber stimmten dann viele Delegierte aus dem mitgliederstärksten nordrhein- westfälischen Landesverband gegen Döring, hieß es in der Partei.

Die für Freitagabend geplante Wiederwahl von Generalsekretärin Pieper wurde auf Samstagvormittag verschoben.

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