Parteitag in Düsseldorf
Wer Kanzler werden soll, ist bei der FDP noch ungeklärt

Ob Möllemann oder Westerwelle - die FDP möchte sich auf ihrem Parteitag auf einen Kanzlerkandidaten festlegen. Der soll dann 18 Prozent der Stimmen holen. Guido Westerwelle: Polit-Yuppie fürs Volk Jürgen Möllemann: Der Phoenix der Liberalen

ddp DÜSSELDORF. Die designierte FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper spricht sich für den künftigen Parteichef Guido Westerwelle als möglichen Kanzlerkandidaten aus. Sollte sich der FDP-Parteitag für einen solchen Posten entscheiden, dann sei sie dafür, dass Westerwelle ihn übernimmt, sagte Pieper am Freitag im ZDF -"Morgenmagazin". Sie halte sehr viel von einer klaren Personalisierung, betonte Pieper. Dies könne aber nur mit Westerwelle geschehen. Westerwelle selbst steht einem FDP-Kanzlerkandidaten skeptisch gegenüber.

Ein Ergebnis von 18 % bei der nächsten Bundestagswahl halte sie für "durchaus erreichbar", sagte Pieper weiter. Um dies zu erreichen, müsse die FDP allerdings Geschlossenheit zeigen und für ihre programmatischen Aussagen offensiv eintreten. Am Freitag beginnt der 52. Parteitag der Liberalen in Düsseldorf.

Leutheusser-Schnarrenberger für FDP-Kanzlerkandidaten

Die bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser- Schnarrenberger hat sich klar für die Nominierung eines eigenen FDP - Kanzlerkandidaten ausgesprochen. "Ich werde mich auf dem Parteitag für das Projekt und damit auch für den Kanzlerkandidaten aussprechen", sagte sie am Freitag kurz vor Beginn des FDP-Parteitags in Düsseldorf im Deutschlandradio Berlin.

Leutheusser-Schnarrenberger, die Mitglied im Parteipräsidium ist, unterstrich die Notwendigkeit, den nordrhein-westfälischen FDP-Chef Jürgen Möllemann in die Parteiführung einzubinden. "Er ist sehr wohl einer, der auch im Team spielen und kämpfen kann. Dass er manchmal gerne vorausstürmt, ist auch in einem Team zulässig." Möllemann soll einer der Stellvertreter des künftigen FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle werden. Sie rechne nicht mit einem dauerhaften Streit zwischen Westerwelle und Möllemann. Es sei "klar, dass Streit nicht die Strategie für die Wahl 2002 sein kann". Westerwelle steht dem Möllemann-Vorschlag, einen FDP-Kanzlerkandidaten zu küren, eher ablehnend gegenüber.


Porträts der Hauptdarsteller des FDP-Parteitags:


Guido Westerwelle: Polit-Yuppie fürs Volk


Wolfgang Gerhardt: Der umstrittene Parteisanierer


Jürgen Möllemann: Der Phoenix der Liberalen


Claudia Pieper: Die konsequente Hoffnungsträgerin

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