Parteivorsitzender Bossi nicht zu weiteren Opfern bereit
Lega Nord beharrt auf Justizministerium in Italien

ap ROM. Trotz des Rückzugs ihres Kandidaten Roberto Maroni hat die italienischen Partei Lega Nord ihren Anspruch auf das Amt des Justizministers erneuert. Der Parteivorsitzende Umberto Bossi sagte am Montag, dass die Partei Maroni aufgegeben habe, sei ihr letztes Opfer gewesen. Man werde nicht auf das Ministerium verzichten. Maroni, nach Bossi wichtigster Akteur der Partei, hatte am Samstag seinen Verzicht mitgeteilt, damit Berlusconi die Regierung in Frieden bilden könne.

Italienische Medien berichten, dass sich Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi gegen Maronis Berufung gesperrt habe. In der vergangenen Woche war Maroni bereits bei der Wahl zum Präsidenten der Abgeordnetenkammer gescheitert. 1998 war gegen ihn und andere Parteimitglieder der Lega Nord ermittelt worden, weil die Partei zu dieser Zeit für eine Abspaltung des Nordens von Italien gekämpft hatte. Die Lega Nord, die heute für eine stärkere Autonomie der Regionen und gegen ausländische Einwanderer eintritt, gehört zur Koalition des designierten Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, die die italienischen Parlamentswahlen am 13. Mai gewonnen hat.



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