Partisanenkrieg
Russischer Geheimdienst vermutet 5 000 Rebellen in Tschetschenien

dpa MOSKAU. Der mit der Kriegsführung in Tschetschenien beauftragte russische Inlandsgeheimdienst FSB geht von etwa 5 000 Bewaffneten auf Seite der Rebellen aus. 1 500 davon rechnete FSB-Chef Nikolai Patruschew am Donnerstag zu den "unversöhnlichen" Kämpfern, die den Widerstand gegen die russischen Truppen unter keinen Umständen aufgeben wollten. "Das heißt, es geht um zahlenmäßig bedeutende Kräfte, und die grundlegende Aufgabe heute ist es, die Aktionen der Rebellen zu unterbinden", sagte Patruschew in Moskau der Agentur Interfax.

Als Antwort auf den seit Monaten dauernden Partisanenkrieg der Rebellen hatte Präsident Wladimir Putin Mitte Januar der Armee das Kommando über die Kriegführung im Nordkaukasus entzogen und es dem FSB übertragen. Geheimdienstchef Patruschew forderte, dass alle an der Militäraktion beteiligten Kräfte von FSB, Armee, Polizei und Justizministerium "gemeinsam handeln und ihre Aktionen abstimmen" müssten.

Zu Beginn des zweiten Tschetschenien-Krieges im Herbst 1999 waren die Kräfte der Rebellen auf etwa 10 000 Mann geschätzt worden. Nach ihren Niederlagen in Grosny und mehreren Feldschlachten hatten die Tschetschenen sich auf einen Partisanenkrieg mit zahllosen Angriffen aus dem Hinterhalt und Sprengstoffanschlägen verlegt. Die Armee war zuletzt noch von etwa 1 000 Rebellen ausgegangen.

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