Partner für Ferrari und Maserati gesucht
Kein Interesse an Luxussparte von Fiat

Der Fiat-Konzern erwägt nach Angaben aus italienischen Finanzkreisen, die Marke Alfa Romeo von Fiat Auto zu trennen und sie in einem Luxuswagen-Segment mit den Sportwagen-Marken Ferrari und Maserati zusammenzulegen. Fiat sei an mehrere Autofirmen für eine Partnerschaft in diesem Luxuswagen-Segment herangetreten, hieß es in den Kreisen. Die größten Autohersteller, einschließlich Volkswagen , Porsche und BMW, zeigen aber kein Interesse.

Reuters FRANKFURT. Der Volkswagen-Konzern hat nach eigenen Angaben über eine technische Zusammenarbeit seiner Tochter Audi mit Maserati hinaus kein Interesse an einer Partnerschaft mit dem Fiat-Konzern. Konzernsprecher Dirk Große-Leege sagte am Mittwoch in Wolfsburg bezogen auf Gespräche mit Maserati: "Es gibt nicht mehr und nicht weniger."

Auch ein BMW-Sprecher dementierte jedes Interesse seines Unternehmens an der Beteiligung einer möglichen Fiat-Luxuswagen-Gruppe. "Es gibt absolut nichts in dieser Richtung", sagte er. "Wir haben drei Marken: BMW, Mini und Rolls-Royce, und damit ist unser Portfolio voll", fügte er hinzu. Ein Porsche-Sprecher sagte, sein Unternehmen habe definitiv kein Interesse an einer Beteiligung an einem möglichen Luxuswagen-Segment von Fiat. "Dies macht keinen Sinn für uns. Wir sind Sportwagenhersteller, und wir haben kein Interesse daran, Kooperationen mit anderen Unternehmen zu starten".

Beim Daimler-Chrysler hieß es: "Wir hatten bereits früher gesagt, dass wir kein Interesse an Fiat haben, weder für die Gesamtheit noch für Teile. Dies ist noch immer der Fall". Auch bei PSA Peugeot Citroen und Renault waren die Antworten negativ. Ein Ford-Sprecher sagte, sein Unternehmen kommentiere generell keine Spekulationen über Akquisitionen.

Branchenexperten vermuten, dass eine Herauslösung der Luxusmarken das Verhältnis der bereits mit 20 Prozent an Fiat beteiligten GM aus dem Gleichgewicht bringen würde. Das italienische Unternehmen hat ab Mitte 2004 das Recht, 80 Prozent an Fiat-Auto an den US-Konzern abzugeben. Diese bis 2009 geltende Put Option könnte in Frage gestellt werden, wenn sich der Wert der Autosparte verringern sollte. Fiat ist umgekehrt mit gut fünf Prozent an GM beteiligt. Ferner sind die Unternehmen über zwei Gemeinschaftsunternehmen im Motorenbau sowie beim Einkauf verbunden, über die auch die Rüsselsheimer GM-Tochter Opel eingebunden ist.

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