Partner sollen Expansion in Europa erleichtern
Minolta strebt nach führender Rolle

Die japanische Minolta Co. will in Europa das Geschäft mit Farb-Dokumentationssystemen stark ausweiten. Das sagte Präsident Yoshikatsu Ota dem Handelsblatt. Ota kündigte zudem an, die Kapazitäten für die Entwicklung kundenspezifischer Software in Europa auszubauen und Allianzen mit lokalen Vertriebspartnern zu schließen. Partner sucht der Hersteller von Kameras, Kopiergeräten und Laserdruckern auch für die Massenproduktion seiner filmartigen Technik für Monitore (CN - Chiral Nematik).

ga TOKIO. Präsident Ota (59) kennt sich aus in Europa. Bei der deutschen Tochter Minolta GmbH, Langenhagen, war er von 1968 bis 1971 für das Kamera-Geschäft und von 1975 bis 1984 für das Europa-Geschäft mit Bildverarbeitungssystemen zuständig. Seit seiner Ernennung zum Vorstandschef vor zwei Jahren hat Ota Minolta auf Expansionskurs gehalten. Der Konzern übernahm den zweitgrößten amerikanischen Druckerhersteller QMS Inc. und schloss strategische Allianzen mit dem japanischen Hersteller von Kopiergeräten und Filmen Konika Corp. sowie Japans führenden Computerhersteller Fujitsu Ltd. Minolta will so die internationale Wettbewerbsposition bei Farb-Dokumentationsystemen stärken. Mittelfristig soll der Weltmarktanteil bei Kopiergeräten auf 20 Prozent verdoppelt und bei Laserprintern auf 23 Prozent fast verdreifacht werden.

Durch die QMS-Übernahme hat sich Minolta auch dessen Marketing-Infrastruktur in den USA und Europa gesichert, wo das Unternehmen bei Farb-Druckern einen Marktanteil von 20 % hat. Ziel der Allianz mit Konica ist unter anderem die Entwicklung und Produktion eines kostengünstigen Farb-Toners. Mit Fujitsu sollen in einem Joint-Venture Hochgeschwindigkeits-Farb-Laserdrucker entwickelt werden, die vom Frühjahr 2002 weltweit unter beiden Marken vertrieben werden sollen.

Gegenwärtig würden in Europa Verhandlungen mit Computer- Vertriebs- und Supportgesellschaften über Kooperationen geführt, erklärt Ota. Ziel sei es, das Geschäft mit Großabnehmern, wie etwa Fluggesellschaften, zu entwickeln. Im vergangenen Geschäftsjahr 2000/01 hat Minolta in Europa rund 1,5 Mrd. Euro umgesetzt, gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 11 %. Dabei steht der europäische Umsatz für knapp ein Drittel des Konzernerlöses, von dem gut 82 % auf Informationstechnik entfallen.

Im Rahmen einer "notfalls auch aggressiven Preispolitik" beim Verkauf der Farb-Dokumentationssysteme will Minolta möglichst schnell einen großen Markt für das Toner-Geschäft schaffen. Für die neue CN-Displaytechnik seien Investitionen von mehreren 100 Mill Euro erforderlich. Alleine werde der Konzern dies nicht stemmen können.

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