Partner-Suche für Technologies-Tochter
Evotec OAI zahlt keine Dividende

Auch wenn die Evotec OAI AG ihre Aktionäre leer ausgehen ließ, ist das Unternehmen dennoch mit dem Erreichten und Geplanten zufrieden: Kooperationen mit Merck & Co und Bayer würden das Geschäft stabilisieren.

vwd HAMBURG. Die Evotec OAI AG, Hamburg, zahlt ihren Aktionären vorerst keine Dividende. "Wir gehen in der näheren Zukunft nicht davon aus", sagte Vorstandsvorsitzender Jörn Aldag der Hauptversammlung in Hamburg. Allerdings befinde sich das Unternehmen auf gutem Kurs. Dass sich dies noch nicht im Aktienkurs widerspiegele, sei nicht zufriedenstellend. Man fühle sich ungerecht getroffen von der Stimmung an den Kapitalmärkten. Wenn der Markt "das Tal der unreflektierten Negativrederei" verlasse, müsste sich die Bewertung von Evotec OAI positiv von anderen Unternehmen absetzen, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu den Kooperationspartnern bilden seinen Angaben zufolge eine stabile Basis des Geschäftes. Der Ende 2001 mit Merck & Co Inc, Whitehouse Station, geschlossene Vertrag sei der größte der gesamten Unternehmensgeschichte. Den Auftragswert nannte Aldag mit Verweis auf ein vereinbartes Stillschweigen nicht, bezifferte aber die bislang größte Kooperation mit der Bayer AG, Leverkusen, mit 16,4 Mio EUR. Außerdem verhandele OAI mit MediGene über eine Fortführung der Kooperation. Aldag geht davon aus, dass diese fortgesetzt wird.

Für die Tochter Evotec Technologies (ET) sei man auf der Suche nach einem starken Partner. Die Abgabe eines erheblichen Teil des Eigenkapitals werde aber erst möglich, wenn die allgemeine Kapitalmarktlage dies zu einem erträglichen Preis zulasse, sagte der Vorstandsvorsitzende. Zu den Gesprächen mit der Deutschen Börse AG, Frankfurt, über die verhängte Strafe von 21.000 Euro für verspätet gemeldete Wertpapiergeschäfte sagte er nur, dass man sich darauf geeinigt habe, dass kein Verstoß vorliege. "Mehr kann ich dazu nicht sagen", betonte er. Evotec OAI habe Ende 2001 aus Unwissenheit eine Vergabe von Optionen nicht als meldepflichtiges Wertpapiergeschäft angesehen und deswegen erst verspätet diese Transaktion gemeldet.

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