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Passagiere sahen zu: Jüdin in Pariser Zug terrorisiert

Paris (dpa) - Eine junge Mutter mit ihrem Baby ist in einem Vorortzug von Paris Opfer eines rassistischen Angriffs geworden. Sechs mit Messern bewaffnete Jugendliche nordafrikanischer Abstammung schlitzen die Kleider der 23-Jährige auf, die sie für eine Jüdin hielten.

Paris (dpa) - Eine junge Mutter mit ihrem Baby ist in einem Vorortzug von Paris Opfer eines rassistischen Angriffs geworden. Sechs mit Messern bewaffnete Jugendliche nordafrikanischer Abstammung schlitzen die Kleider der 23-Jährige auf, die sie für eine Jüdin hielten.

Dann schnitten sie ihre Haare ab und zeichneten mit einem Filzstift Hakenkreuze auf ihren Bauch, hieß es von der Polizei. Im Zug griff keiner der übrigen Fahrgäste ein, um der terrorisierten Frau zu helfen.

Der französische Präsident Jacques Chirac äußerte sich entsetzt über diesen «furchtbaren Angriff» und forderte eine «besonders strenge Bestrafung» der Täter. Nach einer neuen Bilanz der Regierung wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres mit über 500 Taten mehr antisemitische und rassistische Angriffe und Bedrohungen registriert als im gesamten Jahr 2003.

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