Patentrecht wird verschärft
Novartis soll an indischen Lizenzen interessiert sein

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist nach Angaben aus indischen Branchenkreisen vom Mittwoch an Lizenzen von vier indischen Pharmafirmen interessiert. Den Angaben zufolge soll Novartis mit den Firmen Ranbaxy, Dr. Reddy's, Torrent Pharmaceuticals und Glenmark Pharmaceuticals verhandeln und ein erster Abschluss könnte bereits im nächsten Monat zustande kommen.

rtr BOMBAY. Es gehe um Wirkstoffe in den Bereichen Diabetes, Dermatologie, Neurologie, Alterung und Krebs, hiess es in den Kreisen weiter.

Für eine indische Firma könne ein solcher Lizenzvertrag Einnahmen zwischen 40 und 50 Mill. Dollar bedeuten, hiess es. Solche Verträge beinhalten üblicherweise eine erste Vorauszahlung, der weitere Mittel folgen, sobald bestimmte Zwischenziele erreicht werden.

Indien hat erst spät mit dem Aufbau einer eigenen Pharmaforschung begonnen. Da es aber gelang, eine ganze Reihe von Wissenschaftlern aus westlichen Ländern in die Heimat zurückzuholen, lagen bald erste Erfolge vor. Westliche Firmen wie die dänische Novo Nordisk und die deutsche Schwarz Pharma übernahmen bereits Lizenzen von indischen Firmen. Auch Novartis schloss mit Dr. Reddy's bereits einen Lizenzvertrag ab.

Einen Grund für die erhöhten Forschungsanstrengungen der Inder sehen Beobachter auch in der bevorstehenden Verschärfung des Patentrechts. Dann wird es den Pharmafirmen nicht mehr ohne weiteres möglich sein, Medikamente zu kopieren ohne sich viel um ausländische Patente zu kümmern.

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