Patientenwachstum von fünf bis sechs Prozent
Fresenius bekräftigt Ziele

Der Bad Homburger Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) sieht sich nach den Worten seines Konzernchefs Ben Lipps im Plan, die gesetzten Geschäftsziele für dieses Jahr zu erfüllen.

p>rtr FRANKFURT. "Wir sind auf dem besten Wege, auch diese Ziele in 2002 wieder zu erreichen", sagte Lipps am Mittwoch in Frankfurt auf der Hauptversammlung des Konzerns. Für das laufende Jahr erwartet das Bad Homburger Unternehmen wie schon früher mitgeteilt ein wechselkursbereinigtes Umsatzwachstum von sechs bis neun Prozent und einen Jahresüberschuss von rund 350 Mill. Dollar. Zudem stellte Lipps für dieses Jahr den Aktionären in Aussicht, dass es im Hauptmarkt Nordamerika wohl keine größeren Übernahmen geben wird.

Operative Marge soll verbessert werden

Der Schwerpunkt in diesem Jahr liege auf der vollständigen Umsetzung der Wachstumsstrategien, sagte Lipps. Darüber hinaus solle die operative Gewinnmarge im Konzern verbessert werden. Im vergangenen Jahr war die Ebit-Marge auf 13,3 % von zuvor 14,8 % im Jahr 2000 gesunken.

In seinem Hauptmarkt, den USA, sei FMC im vergangenen Jahr mit 1 030 eigenen Dialysekliniken, in denen 77 000 chronisch Nierenkranke Patienten behandelt worden seien, mit großem Abstand Marktführer gewesen. "Dieser wichtige Markt hat ein jährliches Patientenwachstum von fünf bis sechs Prozent zu verzeichnen", sagte der Konzernchef. Das Bad Homburger Unternehmen erwirtschaftet etwa drei viertel seines Jahresumsatzes in Nordamerika.

2001 gab es nach FMC-Angaben in den USA insgesamt rund 280 000 Patienten, die eine Dialysebehandlung in Anspruch nehmen mussten. Der Marktanteil von FMC bei den Dialysedienstleistungen betrage dort etwa 27 %, bei den Labortests für Dialysepatienten liege er bei 40 %. Weltweit erwartet FMC in den nächsten fünf Jahren eine Zunahme der Zahl der Dialysepatienten auf 1,5 Mill. von derzeit mehr als 1,1 Millionen.

In den USA wahrscheinlich keine größeren Übernahme

Seinen Aktionären stellte der FMC-Chef ferner in Aussicht, dass es in Nordamerika dieses Jahr wahrscheinlich keine größeren Akquisitionen geben wird. "Wir sehen keine große Notwendigkeit für Akquisitionen in Nordamerika", sagte Lipps. FMC habe dort bereits eine kritische Größe erreicht. Nach Angaben von FMC ist für dieses Jahr ein Akquisitionsbudget von 100 Mill. Dollar vorgesehen, dass vor allem auf die Segmente International und Nordamerika entfallen soll. Im vergangenen Jahr hatte FMC nach früheren Angaben mit insgesamt 461 Mill. Dollar noch deutlich mehr für Zukäufe ausgegeben. Größter Posten mit 365 Mill. Dollar war dabei die Übernahme der US Everest Healthcare Service Corp-Firma im ersten Quartal 2001.

Aktionäre stimmen allen Vorstandspunkten zu

Insgesamt waren nach Angaben von FMC 48,84 % des Grundkapitals auf der Hauptversammlung anwesend. Zur Abstimmung standen der Dividendenvorschlag von 85 ?-Cent je Stamm- und 91 ?-Cent je Vorzugsaktie, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das vergangene Geschäftsjahr und die Bestellung der KPMG als Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2002. Nach FMC-Angaben wurde allen Punkten mit 99,99 % zugestimmt.

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