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Patten: Afghanistans Nachbarn wollen Ende der Taliban-Herrschaft

Die Nachbarstaaten Afghanistans wünschen nach Einschätzung der EU-Kommission eine Ablösung des Taliban-Regimes durch eine «breit angelegte» Koalition.

afp STRAßBURG. Dies sei bei einer Reise der EU-Troika nach Pakistan, Iran, Saudi-Arabien, Ägypten und Syrien vergangene Woche deutlich geworden, sagte der EU-Kommissar für Außenbeziehungen, Chris Patten. Er war gemeinsam mit dem belgischen Außenminister und amtierenden EU-Ratsvorsitzenden Louis Michel und dem EU-Beauftragten für Außenpolitik, Javier Solana, unterwegs. Entscheiden müßten die Afghanen über ihr Schicksal selbst, betonte Patten. Die internationale Gemeinschaft könne aber die Bildung einer Nachfolgeregierung für die moslemischen Taliban-Milizen «erleichtern» und beim Wiederaufbau des Landes helfen. Dabei komme ihr eine «Schlüsselrolle» zu. Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Poul Nielson, warnte vor einer humanitären Katastrophe angesichts der Massen, die vor einem gefürchteten Militärschlag der USA gegen Afghanistan auf der Flucht seien. Angesichts des nahenden Winters sei die Lage «extrem ernst». Das Hauptproblem sei es, Hilfsgüter zu den Flüchtlingen zu bringen. In Afghanistan versteckt sich der arabische Fundamentalistenführer Osama bin Laden, der von den USA für die Terrorangriffe vom 11. September verantwortlich gemacht wird. Die Taliban lehnen seine Auslieferung ab. Die USA drohten deshalb mit Vergeltungsschlägen.

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