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Paul Allen: Trotz Niederlagen einer der reichsten Männern der Welt

Hamburg (dpa) - Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft, zählt trotz zahlreicher verfehlter Investitionen zu den zehn reichsten Männern der Welt. Allen hatte gemeinsam mit seinem Jugendfreund Bill Gates 1975 die Software-Firma Microsoft gegründet.

Hamburg (dpa) - Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft, zählt trotz zahlreicher verfehlter Investitionen zu den zehn reichsten Männern der Welt. Allen hatte gemeinsam mit seinem Jugendfreund Bill Gates 1975 die Software-Firma Microsoft gegründet.

Er verließ das Unternehmen jedoch bereits 1983 aus gesundheitlichen Gründen. Mit zahlreichen Investitionen und Firmengründungen im Internet- und Kommunikationsbereich war Allen in der Regel nur wenig bis mäßig erfolgreich. Über die Jahre hinweg zählte die Raumfahrt zu seinem erklärten Steckenpferd, in das er viele Millionen Dollar investierte.

Nach Ermittlungen der Zeitschrift «Forbes» besitzt Allen zur Zeit ein Privatvermögen von 21 Milliarden Dollar und ist damit der fünftreichste Mann der Welt. Im Jahr 2000 rangierte er noch mit einem Vermögen von 28 Milliarden Dollar auf Platz drei nach Oracle-Chef Larry Ellison (47 Milliarden) und Jugendfreund Bill Gates (60 Milliarden Dollar).

In das Projekt des ersten privaten Fluges ins All steckte Allen nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Dollar. Zuletzt steckte Allen einen Teil seines Vermögens in den Bau eines Science-Fiction-Museums in Seattle (US-Bundesstaat Washington). Zu den Highlights des Museums, das Mitte Juni eröffnet worden war, gehört auch der Original-Kommandosessel von Captain Kirk aus dem TV-Serie Raumschiff Enterprise. Allen selbst steuerte einen Teil seiner privaten Science- Fiction-Sammlung bei.

Auch für das SETI-Projekt engagierte sich Allen finanziell. Gemeinsam mit Nathan Myhrvold, dem ehemaligen Cheftechnologen bei Microsoft, spendete Allen insgesamt 12,5 Millionen Dollar für das Projekt, das mit vernetzter Computer- und Satellitentechnik nach außerirdischem Leben sucht.

Als Internet-Visionär und Geschäftsmann war Allen bislang allerdings weniger erfolgreich. Die Beteiligung an dem Telekommunikations-Unternehmen RCN durch seine Investmentfirma Vulcan Venture war nach Angaben von Forbes bislang mäßig erfolgreich. Auch mit sein Engagement in die Pharma-Firma Vaxgen, die ein unwirksames AIDS-Medikament entwickelt hatte, sei verlustreich gewesen. Dennoch dürfte Allen «Forbes» zufolge auch heute noch genügend Spielraum für Risiken besitzen - dank seiner verbliebenen Microsoft-Aktien im Wert von 5 Millionen Dollar.

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