Pauschaltarif gefordert
Telekom wegen Internet-Pauschaltarifen unter Druck

Für den Verband von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM ist der mangelnde Wettbewerb das Haupthindernis für einen günstigen Internet-Pauschaltarif.

dpa KÖLN/BONN. Die Deutsche Telekom gerät wegen ihres Quasi- Monopols im Ortsnetzbereich zunehmend unter Beschuss. Nach Einschätzung des Verbandes von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM ist der mangelnde Wettbewerb Haupthindernis eines günstigen Pauschaltarifs für das Surfen im Internet: "Die Einführung einer Internet-Flatrate kommt in Deutschland nicht voran", kritisierte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner am Dienstag in Köln.

Von der Telekom verlangen die Wettbewerber seit längerem die Bereitstellung von Vorleistungen, die pauschal und nicht wie bisher zeitabhängig angeboten werden. So könnten die neuen Telefonfirmen einen Internet-Pauschaltarif bisher nicht anbieten, weil die von der Telekom geforderten Preise ein Kosten deckendes Geschäft nicht zuließen. Deshalb müssten Internetanbieter bei der Telekom Kapazitäten pauschal einkaufen können, fordert der VATM.

Im Ortsbereich verfügt die Telekom nach Angaben des Verbandes, in dem mehr als 50 Telekommunikationsunternehmen zusammen geschlossen sind, mit 98 Prozent der Telefonanschlüsse praktisch immer noch über eine Monopolsituation. Nach der Sprachtelefonie versuche das Unternehmen jetzt, seine marktbeherrschende Position auch beim Internetzugang zu festigen, erklärte der VATM.

Mitte September hatte die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post angekündigt, die Entgelte der Telekom beim Online-Zugang genauer unter die Lupe zu nehmen. Mehr Klarheit zu diesem Thema erhoffen sich die Wettbewerber von einer öffentlichen Anhörung zu dem Thema, die am Dienstag in Bonn stattfand. Dabei zeigte sich VATM-Chef Grützner zuversichtlich, dass die Regulierungsbehörde «die Weichen für die Internetzukunft der Nutzer stellen wird».



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