Pay-TV
Premiere hat noch Geld in der Kasse

Der Pay-TV Sender Premiere finanziert sich noch aus Eigenmitteln. Es werde nach wie vor alles getan, um eine Insolvenz zu verhindern. Dies betonte ein Unternehmens-Sprecher.

vwd MÜNCHEN. Natürlich werde es "irgendwann enger", meinte ein Unternehmenssprecher, ohne sich auf einen genauen Zeitraum festlegen zu wollen. Auch zu einer möglichen Insolvenz wollte der Premiere-Sprecher keine Stellung nehmen.

Ob in dieser Woche eine Insolvenz der Kirch-Dachgesellschaft Taurus-Holding erfolgen wird, äußerte sich Kirch-Sprecher Hartmut Schultz nicht. Er erklärte erneut, eine Insolvenz stehe nicht unmittelbar bevor.

Wegen der vorzeitig gezogenen Verkaufsoption des britischen Pay-TV-Senders British Sky Broadcasting Group plc (BSkyB) aus London für dessen 22-prozentigen Anteil an der KirchPay-TV-Sparte würden bei der Kirch-Dachgesellschaft 1,7 Milliarden Euro fällig. Schultz erklärte, dass die notwendigen Grundlagen für den Ausstieg von BSkyB nicht gegeben seien.

Er lehnte jeden weiteren Kommentar zu dem Thema ab und sagte lediglich, dass mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) wegen der kommenden Bundesliga-Saison Gespräche über die TV-Rechte geführt würden. Außerdem gebe es weder für Unternehmensgründer Leo Kirch noch für dessen Vize Dieter Hahn Beraterverträge.

Premiere und die Kirch-Free-PayTV Sender der DFL sollen für die Bundesligarechte ein Angebot von rund 300 Millionen Euro - statt der bislang gezahlten 350 bis 430 Millionen Euro - unterbreitet habe. 140 Millionen Euro davon müsste Premiere als Fixanteil übernehmen sowie einen weiteren von der Geschäftsentwicklung abhängigen Teil.

Gleichzeitig erklärten die unternehmensnahe Kreise, Premiere verhandele mit der HypoVereinbank AG (HVB) und der Bayerischen Landesbank Girozentrale (BayernLB) über einen Überbrückungskredit für Premiere, damit sich der Sender weiter finanzieren könne, um möglichst ab Juni einen Investor zu finden. Acht bis zwölf Wochen würden dafür veranschlagt. Bei beiden Kreditinstituten ist der Sender bislang mit 750 Millionen Euro verschuldet.

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