Pay-TV-Sender zahlt 180 Millionen
Bundesliga live bis 2006 bei Premiere

Die Live-Berichterstattung von den Spielen der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga bleibt weiter exklusiv bei Premiere. Der Pay-TV-Sender und die Deutsche Fußball-Liga haben eine entsprechende Einigung erzielt. Beide wollen zudem ihre Kooperation ausbauen, so wird Premiere unter anderem Titelsponsor des Ligapokals. Einzig noch offene Frage ist, ob die DFL der von Premiere geforderten Ansetzung eines Freitagsspieles ab 20.45 Uhr zustimmt.

HB HANNOVER. Die beiden Partner einigten sich am Freitag auf einen neuen Zweijahresvertrag für die Spielzeiten 2004/2005 und 2005/2006. Dafür soll Premiererund 180 Mill. ? pro Saison zahlen.

Erstmals wird der Bezahlsender auch Titelsponsor des Liga-Pokals und zeigt damit alle Spiele direkt. Außerdem ist der Sender nun "Offizieller Partner der Bundesliga" und strebt einen Ausbau der Zusammenarbeit im Marketingbereich an. "Premiere bleibt der wichtigste TV-Partner des deutschen Profi-Fußballs", sagte am Freitag Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler. Er fügte hinzu: "Liga und Vereine können jetzt auf einer soliden Grundlage planen."

Zwischen der DFL und Premiere muss insbesondere noch die Spielplangestaltung geklärt werden. Das Abo-TV-Unternehmen möchte in der neuen Saison auch ein Freitag-Spiel aus der Bundesliga übertragen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Begegnung zeigen können. Flutlichtspiele begeistern mit ihrer besonderen Atmosphäre Fans und Fernsehzuschauer", sagte Kofler.

"Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Kooperation mit unserem bewährten Partner Premiere, der schon bisher Garant für die hohe Qualität der Berichterstattung gewesen ist", kommentierte Werner Hackmann den Abschluss des Vertrages. Erst am Vortag war der Mitkonkurrent Pro Sieben Sat1 Media AG beim Bieten um die Fernsehrechte ausgestiegen.

Die Bundesliga kann mit dem neuen TV-Vertrag nun mit mindestens 300 Mill. ? Gesamterlösen rechnen. Dieser Betrag war von Bayern Münchens Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge in den vergangenen Wochen stets in Aussicht gestellt worden. Neben den 180 Mill. ? von Premiere steuern die ARD 65 Mill. ? für die Sportschau und andere Fußball-Rechte sowie das Deutsche Sportfernsehen (DSF) bis zu 20 Mill. ? bei. Dazu kommen Einnahmen für die Zweit- und Nachverwertungsrechte von anderen TV- Sendern und der Erlös aus dem Verkauf der Auslandsrechte.

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