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Paybox und Web.de bieten Überweisungen per Handy an

Die von der Deutschen-Bank Paybox AG-Tochter angebotenen Online-Überweisungen per Handy gibt es künftig auch auf dem Internet-Portal Web.de.

rtr HAMBURG. Bei Paybox registrierte Internet-Nutzer könnten auf Web.de ein Überweisungsformular ausfüllen und die Zahlung anschließend durch Eingabe einer vierstelligen Geheimnummer auf dem Handy autorisieren, sagte Paybox-Chef Mathias Entenmann am Donnerstag in Hamburg. Die Eingabe von Passwörtern, Transaktionsnummmern oder zusätzlichen Geheimnummern entfalle. Überweisungen seien auf alle Girokonten innerhalb Deutschlands möglich.

Die Online-Überweisungen mit Handy-Bestätigung hatte Paybox bereits im März auf der Computermesse CeBIT angekündigt, damals allerdings nur für die eigene Paybox-Website. Die vor einem Jahr an den Start gegangene Paybox hat Firmengründer Entenmann zufolge jetzt 260.000 registrierte Kunden und 5000 Händler in Deutschland, Schweden, Spanien und Österreich. Zuletzt hatte auch das Online-Auktionshaus eBay Paybox in seine deutsche Website integriert. Bis Jahresende strebt Entenmann europaweit eine Million Kunden und 10.000 angeschlossene Händler an.

Gedacht ist das System neben dem Einkauf im Internet auch für Zahlungen zwischen Privatpersonen, für das mobile Bezahlen beispielsweise von Taxen oder Lieferdiensten sowie künftig auch in Hotels und Reisebüros. Dabei übermitteln die Geld-Empfänger die Paybox-Nummer des Zahlenden, der dann mit der Eingabe einer Geheimnummer auf dem Handy die Transaktion autorisiert. Am Donnerstag teilte Unternehmens-Chef Entenmann weiter mit, die Handy-Bezahlfunktion von Paybox werde künftig auch in ein Girokonto der Nürnberger Norisbank integriert. Mit dem Konto "e sy mobile giro" könnten sich Kunden zusätzlich zu den Paybox-Anwendungen ihren Kontostand und ihre Umsätze per SMS (Short Messaging System) aufs Handy schicken lassen. Die Norisbank ist eine Tochter der Hypovereinsbank.

An der Paybox AG ist die Deutsche Bank zu 50 Prozent und die debitel AG zu 4,8 Prozent beteiligt. Die übrigen Anteile liegen beim Vorstand und den Mitarbeitern. Entenmann strebt mit Paybox weitere strategische Beteiligungen im In- und Ausland an. Das Unternehmen schreibe noch keine schwarzen Zahlen, räumte der 34-Jährige ein. Die kritische Masse werde mit mehr als einer Millione Kunden erreicht. Einkommensquellen sind vor allem die Anschlussgebühren und Transaktionsgebühren der Händler. Die Kunden zahlen bisher nur eine Jahresgebühr von fünf Euro.

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