Archiv
PC-Aktien im Vorfeld von Quartalszahlen im Fokus

Wohin soll die Reise gehen? Die Futures, die erste Tendenzen des Marktes anzeigen, schlagen kaum aus. Der Dow könnte demnach leicht schwächer eröffnen, die Nasdaq zeigt sich vorbörslich etwas stärker. Daten zur Industrieproduktion könnten zeigen, dass die Wirtschaft im vergangenen Monat abermals einen leichten Rückgang hinnehmen musste.

PC-Hersteller könnten schon heute im Mittelpunkt des Interesses stehen. Hewlett-Packard und Dell Computer werden morgen Quartalszahlen präsentieren. Im Vorfeld der Zahlen schraubt Credit Suisse First Boston die Gewinn-Prognosen für Dell für die Geschäftsjahre 2002 und 2003 nach unten. Nach Meinung der Analysten ist es wahrscheinlich, dass das Management auch die Umsatzziele zurück nehmen wird. Gemessen am schwierigen Umfeld behaupte sich das Unternehmen allerdings gut, so das Urteil der Experten. Carly Fiorina, Vorstandschefin von Hewlett-Packard, hat in der Vergangenheit vor allem durch negative Kommentare zu den PC-Absätzen und zur allgemeinen Konjunktur von sich reden gemacht.

Goldman Sachs dämpft die Stimmung der Investoren, indem die Aussichten für die Autoindustrie skeptisch bewertet werden. "Wir hoffen, dass Investoren nicht zu sehr auf eine Erholung der Produktionszahlen in der Auto-Industrie setzen", heißt es. Investoren, die aus diesem Grund an den Aktien festhalten, sollten ihre Entscheidungen lieber noch einmal überdenken. Im Vergleich zu den Vorjahreszahlen werde weder das vierte Quartal noch das Jahr 2002 nennenswerte Produktionserholungen sehen.

Applied Materials, der weltgrößte Hersteller von Maschinen für die Chipproduktion, erzielte im dritten Quartal einen Gewinn von 28,5 Millionen Dollar oder drei Cents pro Aktie. Vor Berücksichtigung außerordentlicher Kosten lag der Überschuss bei fünf Cents und damit drei Cents über den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Auftragslage den Boden erreicht hat", betonte der Finanzvorstand.

Der Biotechnologiesektor ist insbesondere seit Anfang Juni deutlich gefallen. Die Aktie von Immunex hat seit Jahresanfang rund 60 Prozent verloren. Das Unternehmen braucht mehr Fließbänder: die Produktion des Rheumamittels Enbrel soll bis zum Jahr 2005 vervierfacht werden. Immunex baut aus diesem Grund in Rhode Island die Produktionskapazitäten aus. Ende des Jahres soll neben einer bestehenden Fabrik der Grundstein für eine weitere Produktionsstätte gelegt werden. Enbrel bringt für Immunex jährlich Milliardenumsätze und ist Haupteinnahmequelle für das Unternehmen.

Network Appliance rutschte im ersten Quartal in die Verlustzone. Nach einem Ertrag von fünf Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum endete das abgelaufene Quartal mit einem Fehlbetrag von 0,5 Millionen Dollar. Der Gewinn pro Aktie lag vor außerordentlichen Posten dennoch bei einem Cent und damit im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz verfehlte allerdings die Schätzungen. Verantwortlich für die enttäuschende Entwicklung seien Auftragsstornierungen und der zunehmende Wettbewerbskampf mit EMC, hieß es. Um die Betriebskosten zu reduzieren, wird der Hersteller von Komponenten für die Speichertechnologie 200 Arbeitsstellen oder acht Prozent der Belegschaft abbauen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%