PDS-Konkurrent lag im ersten Wahlgang vorn
CDU-Politiker gewinnt OB-Stichwahl in Schwerin

Die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt hat am Sonntag in Schwerin überraschend klar der CDU-Politiker Norbert Claussen gewonnen. 58,4 Prozent der Wähler stimmten für ihn.

WiWo/ap SCHWERIN/ROSTOK. Sein Gegenkandidat, der PDS-Politiker Gerd Böttger, der im ersten Wahlgang am 14. April mit deutlichem Abstand gewonnen hatte, erhielt diesmal 41,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,3 Prozent. In Rostock setzte sich Amtsinhaber Arno Pöker von der SPD mit 59,2 Prozent vor CDU-Kandidat Alexander Prechtel mit 40,8 Prozent durch. Die Wahlbeteiligung betrug nur etwa 37 Prozent.

In Schwerin wird Norbert Claussen Oberbürgermeister Johannes Kwaschik von der SPD ablösen, der wegen der im Kommunalwahlgesetz festgelegten Kandidaten-Altersbegrenzung von 58 Jahren nicht mehr antreten durfte.

Im ersten Wahlgang am 14. April waren acht Kandidaten angetreten. Der PDS-Landtagsabgeordnete Böttger hatte mit 34,8 Prozent den Wirtschaftsdezernenten Claussen (28,9 Prozent) klar überrundet. Kritiker hatten immer wieder an Böttgers Vergangenheit als Vorsitzender der Nationalen Front in Schwerin erinnert und ihm mögliche Wahlmanipulationen zu DDR-Zeiten unterstellt.

In Rostock hatte sich Pöker bereits in der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen, unter ebenfalls acht Bewerbern, mit 32,2 Prozent an die Spitze gesetzt und seinen schärfsten Konkurrenten, den ehemaligen Generalstaatsanwalt Mecklenburg-Vorpommerns, Alexander Prechtel, hinter sich gelassen, der auf 27 Prozent gekommen war. Wegen Computerproblemen sei noch mit geringfügigen Änderungen der Wahlergebnisse zu rechnen, teilte ein Sprecher der Stadt mit.

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