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PDS scheut vor Finanzressort zurück

Die PDS, die sich so gern als Hüterin der „sozialen Gerechtigkeit“ verkauft, fürchtet zu Recht die Entzauberung.

DÜSSELDORF. Das Angebot, die PDS sollte im künftigen Berliner Senat doch das Finanzressort übernehmen, hat die Sozialisten offenbar kalt erwischt: Die Offerte sei "sicher nicht ernst gemeint", hieß es gestern noch hoffnungsvoll aus der Umgebung von Gregor Gysi zum dem Vorstoß des früheren Regierenden Bürgermeister Walter Momper (SPD).

Zu dem Zeitpunkt war allerdings noch nicht bekannt, dass die derzeitige, allseits gelobte Finanzsenatorin Christiane Krajewski (SPD) der neuen Regierung nicht mehr angehören wird. Angesichts der desaströsen Finanzlage der Stadt ist es kein Wunder, dass die Sozialisten zurückschrecken. Die PDS, die sich so gern als Hüterin der "sozialen Gerechtigkeit" verkauft, fürchtet zu Recht die Entzauberung. Helmut Holter (PDS), Vize-Ministerpräsident in der bisher einzigen rot-roten Koalition auf Landesebene in Mecklenburg-Vorpommern, warnt die Berliner Genossen denn auch: Sie sollten sich "ernsthaft überlegen, ob sie in einer solch prekären Situation das Angebot annehmen", sagte er dem Handelsblatt.

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