PDS-Spitzenkandidat
Kurzbiografie von Gregor Gysi

Der frühere Chef der PDS-Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, tritt als Spitzenkandidat seiner Partei bei den geplanten Neuwahlen in Berlin an.

ddp BERLIN. Gysi wurde am 16. Januar 1948 in Berlin geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach Abitur und Ausbildung zum Facharbeiter für Rinderzucht studierte der Sohn von Klaus Gysi, in der Staatssekretär für Kirchenfragen, Jura an der Berliner Humboldt-Universität. Seit 1971 ist Gysi Rechtsanwalt, 1976 promovierte er.

Seine politische Karriere begann mit dem Zusammenbruch der DDR. In der Endphase vertrat der seit 1967 der SED angehörende Anwalt die Bürgerrechtsbewegung «Neues Forum», deren Zulassung er erreichte. Nach dem Rücktritt des SED-Politbüros im Dezember 1989 wurde Gysi Vorsitzender der SED-PDS. Dieses Amt behielt er auch nach der Umbenennung der Partei in PDS im Februar 1990 bei. Bis 1993 stand er an der Spitze der PDS.

Zugleich führte Gysi zunächst die PDS-Fraktion in der letzten frei gewählten Volkskammer der DDR und seit 1990 die Bundestagsfraktion. Am 3. Oktober 2000 legte er dieses Amt nieder. Seither war über die politische Zukunft Gysis spekuliert worden. Er selbst kündigte vor wenigen Wochen an, in eine Berliner Anwaltssozietät einzusteigen.

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