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Pearson rechnet mit Verfehlen der Gewinnziele

Der britische Medienkonzern Pearson wird eigenen Angaben nach seine Ziele für den Konzerngewinn 2001 angesichts des sich weiter abschwächenden Werbemarktes aller Voraussicht nach verfehlen.

rtr LONDON. Im vergangenen Monat habe es eine große Zahl von Stornierungen im Anzeigenbereich gegeben, teilte der Konzern, zu dem die Zeitung "Financial Times" gehört, am Mittwoch in London mit. Sollte die Entwicklung auf dem jetztigen Niveau bleiben, sei mit einem Rückgang des Gesamtjahresgewinns in der FT Group um 40 % im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen, hieß es weiter. "Wir erwarten momentan mit den Gewinnen signifikant unter unseren eigentlichen Plänen für das Jahr zurückzubleiben", sagte Konzernchefin Marjorie Scardino. Ende Juli hatte der Konzern noch angekündigt, einen um 15 % niedrigeren Gewinn zu erwarten. Auch die mehrheitlich zum Bertelsmann-Konzern gehörende Fernsehgruppe RTL Group, an der Pearson mit 22 % beteiligt ist, werde die Schwäche im Werbemarkt stärker als bislang erwartet zu spüren bekommen, hieß es. RTL hatte kürzlich angegeben, den im Juli prognostizierten Rückgang des Vorsteuer-Ergebnisses um zehn bis 15 % wahrscheinlich noch zu übersteigen.

In der zweiten Jahreshälfte erwarte Pearson zudem einen Verlust in Höhe von 60 Mill. Pfund (rund 187 Mill. DM) im Online-Geschäft, teilte das Unternehmen weiter mit. Gleichzeitig kündigte Pearson an, das Online-Informationsportal FTMarketwatch.com ganz zu übernehmen, und in seine FT.Com Internetseite integrieren zu wollen. Dazu solle der 50-prozentige Anteil an dem Portal von Marketwatch.com erworben werden. Einen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht.

Pearson hatte im ersten Halbjahr einen Gewinn vor Steuern, Abschreibungen auf den Firmenwert und Sonderfaktoren von fünf Mill. Pfund erwirtschaftet. Die Aktien von Pearson fielen am Vormittag an einer insgesamt freundlichen Londoner Börse um 1,3 % auf 719 Pence.

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