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Peinlich, peinlich

Gisela Zetsche, die Ehefrau des künftigen Daimler-Chrysler-Vorstandschefs Dieter Zetsche, verabschiedet sich von den USA mit einem peinlichen Denkzettel.

Gisela Zetsche, die Ehefrau des künftigen Daimler-Chrysler-Vorstandschefs
Dieter Zetsche, verabschiedet sich von den USA mit einem peinlichen
Denkzettel. Betreten und wortlos hörte sie sich eine geharnischte Standpauke
von Richterin Kimberly Small an, die sie zu 500 Dollar Geldstrafe, Übernahme
von 2500 Dollar an Gerichtskosten und zur Teilnahme an einem
Aufklärungsprogramm über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs verurteilte.
Zum Bedauern der Richterin war dies die nach den Gemeindestatuten zulässige
Höchststrafe. Frau Zetsches Vergehen: Ihre Kinder hatten eine lärmende Party
gefeiert und dabei angeblich auch Autos mit leeren Flaschen beworfen. Die
Nachbarn in einem feinen Villenvorort von Detroit alarmierten die Polizei,
die Alkoholgenuss unter Minderjährigen konstatierte. Frau Zetsche als
Gastgeberin und Anstandsdackel war dran, denn im Gegensatz zu Deutschland
dürfen 18jährige in den USA heiraten, wählen und als Soldaten im Krieg Leute
erschießen, aber ihr erstes Bier dürfen sie offiziell erst mit 21 trinken.
Jeder weiß, dass das Alkoholverbot für Jugendliche ein Fiktion ist, aber wie
Frau Zetsche hochnotpeinlich erfuhr, sollte man bei seiner Missachtung
besser nicht auch noch lautstark auf sich aufmerksam machen.


Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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