Peinliches Versehen
Belgische Post bringt erste Euros zu früh in Umlauf

Die belgische Post hat die ersten Euromünzen aus Versehen knapp drei Monate zu früh in Umlauf gebracht.

dpa BRÜSSEL/BRÜGGE. Ein Postamt in Brügge habe seinen Kunden bereits 27 so genannte Mini-Kits im Wert von 12,40 ? (rund 25 DM) verkauft, räumte die Postverwaltung in Brüssel am Mittwochabend ein. Offiziell dürfen Privatleute die neue Währung erst vom 15. Dezember an in die Hände bekommen.

Nach belgischen Zeitungsberichten vom Donnerstag liegen die neuen Münzen in Starter-Sets bereits in Banken und bei der Post, damit diese die Ausgabe des Hartgeldes sorgfältig vorbereiten können.Unvorsichtige Schalterbeamte "verkauften" die Münzen in Brügge aber jetzt vorschnell und ohne Bedenken an den Mitarbeiter einer Schule. Dessen Direktor hatte nach den Angaben angefragt, ob sich seine Schüler mit dem neuen Geld vertraut machen könnten.

Der belgische Finanzminister Didier Reynders zeigte sich empört über das unerlaubte Vorpreschen der Postbediensteten in Brügge. Die Postverwaltung bedauerte den Vorfall und kündigte eine Untersuchung sowie strenge Disziplinarmaßnahmen gegen die Verantwortlichen an. Man werde zudem alles versuchen, die bereits verkauften Start-Sets zurückzuholen.13 der 27 Münz-Sortimente habe man bereits wieder aufgespürt.

Das neue Euro-Bargeld löst in den zwölf Ländern der Euro-Zone am 1. Januar 2002 die nationalen Währungen ab. Damit sich die Bürger an das neue Geld gewöhnen können, sollen zwei Wochen zuvor die ersten Münzen in so genannten Mini-Kits verkauft werden.

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