"Penny Stocks" sollen automatisch vom Kurszettel gestrichen werden
Deutsche Börse will offenbar Regeln für Neuen Markt verschärfen

Die Deutsche Börse will offenbar auf die Vertrauenskrise am Neuen Markt reagieren und ihr Regelwerk verschärfen.

ddp-vwd HAMBURG. Wie die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf einen Sprecher der Deutschen Börse berichtet, sollen danach in Zukunft Aktien, deren Kurs über einen bestimmten Zeitraum unter einem Euro liegt (sogenannte "Penny Stocks"), automatisch vom Kurszettel gestrichen werden.

Auch für Unternehmen in Insolvenz sollten die Regeln angepasst werden. Die Änderung des Regelwerks werde "in wenigen Wochen" stattfinden, schreibt die Zeitung. Die Börse komme damit Kritikern entgegen, die seit Monaten ein Delisting der Penny Stocks nach dem Vorbild der US-Technologiebörse Nasdaq fordern. Am Neuen Markt wären von einer derartigen Regelung rund 25 Unternehmen betroffen.

Die "Berliner Zeitung" hatte berichtet, dass mehrere Unternehmen am Neuen Markt intensiv über einen Ausstieg nachdächten, weil zu viele schwache Unternehmen dort vertreten seien. Skeptisch über die Entwicklung des Neuen Markts haben sich danach unter anderem Singulus und MobilCom geäußert. Singulus wollte einen Wechsel in den MDAX oder an die US-Börse Nasdaq nicht ausschließen.

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