Pensionsverpflichtungen sollen ausgelagert werden
Karstadt-Quelle sieht keinen Silberstreif am Horizont

Die deutschen Verbraucher öffnen ihre Geldbörsen nach wie vor nur zögerlich. Die Konsumenten werden wegen Unsicherheiten beim Konjunkturverlauf und steigender Arbeitslosigkeit vorsichtig disponieren, erklärte Karstadt-Quelle-Chef Wolfgang Urban am Mittwoch in Neuss. Die Belastung des Konsumklimas durch Steuer- und Abgabenerhöhungen sowie den Irak-Krieg sei bisher aber nicht so ausgeprägt wie befürchtet.

HB/dpa/rtr NEUSS. Europas größter Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle erwartet im laufenden Jahr ein deutlich geringeres operatives Ergebnis als im Vorjahr. Für die ersten vier Monate des laufenden Jahres geht der Handelskonzern von einem Konzernumsatz auf Vorjahreshöhe aus. "Der Vorstand wird alles daran setzen, ein operatives Ergebnis von mindestens 250 Millionen Euro zu erreichen", kündigte Konzernchef Wolfgang Urban am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Neuss laut Redemanuskript an. Im Jahr 2002 hatte das Unternehmen noch ein Ebta von 294 Millionen Euro erzielt, 2001 hatte es bei 382 Millionen Euro gelegen.

Karstadt-Quelle machte keine Angaben zum Verlauf des ersten Quartals, weil in diesem Jahr das Ostergeschäft ins zweite Geschäftsquartal fällt. Für den Zeitraum inklusive Ostergeschäft bis Ende April erwarte Karstadt-Quelle einen Konzernumsatz auf Vorjahreshöhe, sagte Urban.

Weiter kündigte der Handelskonzern an, die von den Ratingagenturen kritisch gesehenen Pensionsverpflichtungen nach und nach in einen eigenen Pensionsfonds auszulagern. "Mittelfristig ist die Ausgliederung von Vermögen und Pensionsverpflichtungen in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro geplant," sagte Urban. In einem ersten Schritt würden die Pensionsrückstellungen der Karstadt-Quelle AG in Höhe von rund 700 Millionen Euro auf den Fonds übertragen.

Die Geschäftszahlen für 2002 hatte das Unternehmen bereits am 10. April mitgeteilt. Danach sank der Umsatz um 1,6 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen und ertragsabhängigen Steuern (Ebta) schrumpfte auf 293,9 (Vorjahr: 382,3) Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf 1,40 (2,00) Euro. Dennoch soll die Dividende unverändert bei 0,71 Euro liegen.

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