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Peres will Arafat in dieser Woche treffen

Ein Treffen mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat ist nach Aussage des israelischen Außenministers Schimon Peres in dieser Woche am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Italien möglich.

rtr JERUSALEM. Peres sagte am Montag, dies werde nach der Rückkehr von Arafat aus Durban noch am Montag entschieden. Der Koordinator der EU-Außenpolitik, Javier Solana, wollte sich bei einem Besuch im Nahen Osten ebenfalls um ein Treffen von Arafat und Peres bemühen, an dem sich Hoffnungen auf eine Waffenstillstandsvereinbarung knüpfen. Geplant waren Gespräche mit Arafat und Israels Ministerpräsident Ariel Scharon. Eine Woche nach der Ermordung von PFLP-Chef Abu Ali Mustafa bekannte sich die PFLP zu mehreren Bombenanschlägen in Jerusalem, bei denen fünf Menschen leicht verletzt wurden.

Peres sagte im israelischen Rundfunk: "Ich bin eingeladen und Arafat ist auch eingeladen worden, und wir werden uns dort treffen, nicht weil es unsere Wahl war, sondern weil es Zufall ist." Die dreitägige Konferenz beginnt am 7. September in Cernobbio in der Nähe Mailands. Ob es zu einem abgesprochenen Treffen komme, werde noch im Laufe des Montags deutlich werden, wenn Arafat von der UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban zurückgekehrt sei, sagte Peres weiter.

Auf die Frage, ob er hoffe, einen Waffenstillstand mit den Palästinensern aushandeln zu können, sagte Peres: "Das ist meine Hoffnung." Frühere Treffen der beiden Politiker hatten allerdings keine Befriedung gebracht. Seit den jüngsten Unruhen sind mindestens 551 Palästinenser und 157 Israelis getötet worden. Solana wollte Scharon treffen, ehe dieser nach Russland abreist, um mit Präsident Wladimir Putin die Lage im nahen Osten zu erörtern.

Die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) bekannte sich am Montag zu vier Bombenanschlägen in Jerusalem und der jüdischen Siedlung Gilo, die Israel zum Stadtgebiet Jerusalems zählt. Nach Polizeiangaben wurden fünf Menschen leicht verletzt. Am Montag vergangener Woche hatte Israel von einem Hubschrauber aus das Büro von PFLP-Chef Mustafa in Rahmallah mit zwei Raketen beschossen und den PFLP-Führer getötet. Nach Polizeiangaben wurden zudem zwei Israelis - darunter ein Siedler unweit Hebrons - bei Feuerüberfällen verletzt.

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