Performanceanalyse der flexibel in Aktien und Renten investierenden Fonds
Fonds retten Wertentwicklung mit Renten

Die Manager der flexibel in Aktien und Renten investierenden Fonds sind sich uneinig über die Kurschancen für Aktien.

HB FRANKFURT/M. Hanno Kühn von der Maintrust Kapitalanlagegesellschaft erhöht trotz der erkennbaren Aufwärtstendenzen an den Aktienmärkten auf absehbare Zeit die Aktienquote im MAT Flex Invest nicht über 25 % des Fondsvermögens. "In dem hoch volatilen Umfeld würde eine höhere Quote den Fonds nicht von einem reinen Aktienprodukt abheben", sagt der Geschäftsführer der hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Nomura Bank. Die defensive Vorgehensweise brachte dem Produkt in den vergangenen 12 Monaten (per Ende Oktober) eine positive Performance von 3,05 %. Dies bedeutet Rang eins unter den flexibel in Aktien und Renten investierenden Fonds.

Flexibel bedeutet in der Regel, dass das Verhältnis Aktien zu Renten bei rund 50 zu 50 liegt. Die hohe Aktienquote machte sich bei vielen Fonds allerdings negativ bemerkbar: In der Spitze fielen im vergangenen Jahr Verluste von knapp 50 % an. Deutlich besser fuhren dagegen Fonds, die deutlich von der 50 zu 50-Marke abwichen und die Asset Allocation stärker an die Auf- und Abwärtsphasen anpassten.

Seit Mitte Oktober betrage die Aktienquote im MAT Flex Invest rund 15 % des Fondsvermögens, sagt Kühn, der zuvor in diesem Jahr ausschließlich auf Anleihen gesetzt hatte. Laut Anlagerichtlien darf der Fonds eine Aktienquote von null bis 80 % fahren. "Die Bonitätskrise der Unternehmen sehen wir als langfristiges Problem", sagt Kühn. Deshalb meide er bei den Renten Unternehmensanleihen und konzentriere sich auf Staatspapiere.

Eine wesentlich offensivere Strategie fährt zurzeit Jürgen Flaskamp im WELT Konzept Fonds von HSBC Trinkaus Lux. Der geschäftsführende Gesellschafter der Düsseldorfer Vermögensverwaltung Grossbötzl, Schmitz & Partner, die als Berater für Trinkaus fungiert, hat die Aktienquote im Fonds seit Juli von 20 auf 99 % hoch gefahren. Im Oktober zahlte sich die Aktienlastigkeit aus, wie das Kursplus von rund 12 % belegt. Im vergangenen Jahr fiel ein minimaler Verlust von 1,71 % an, was den Fonds auf Platz sechs der Rangliste bringt. Das Sondervermögen ist laut Flaskamp als weltweit anlegender Aktienfonds konzipiert, der eine Investitionsquote zwischen null und 100 % aufweist. Der Rentenanteil stelle nur eine Liquiditätsreserve dar, die im Geldmarkt investiert sei.

Flaskamp ist optimistisch für Dividendentitel. Die Dividendenrenditen hätten Rekordniveaus erreicht, und zugleich sei die große Verkaufswelle der Versicherungen abgeebbt.

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