Performanceanalyse der größten international anlegenden Rentenfonds
Rentenfonds: Kürzere Laufzeiten als Sicherheitsnetz

"Das Zinsniveau ist am unteren Ende angekommen", erklärt Anleiheexperte Klaus Röttger, Fondsmanager des Fondirent. Nach den jüngsten deutlichen Lockerungen der Notenbanken bestehe wenig Phantasie für weiter fallende Zinsen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Bei den Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen in den USA und in Europa erwartet er bis Mitte nächsten Jahres einen Anstieg um 0,5 Prozentpunkte. Um dann keine allzu großen Kursverluste zu erleiden, habe er im global investierenden Rentenfonds Fondirent die durchschnittliche Restlaufzeit bereits massiv von 8,5 auf 6,0 Jahre verkürzt.

Eine Zwölfmonats-Wertentwicklung von 7,43 % bis Ultimo September bringt den Fondirent in der Gruppe der zehn weltweit investierenden Rentenfonds mit den höchsten verwalteten Vermögen auf den ersten Rang. Unter allen 178 Fonds dieser Anlageausrichtung kommt das Produkt der Commerzbank-Fondstochter Adig auf den 22. Platz.

Kräftige Beiträge zur Wertentwicklung des Fonds lieferten laut Röttger die amerikanischen Dollar-Firmenanleihen. Während er deren Quote spürbar von 37 auf 20 % im August gesenkt habe, liege er nun bei 27 %. "Unternehmensanleihen bieten wieder attraktive Zinsvorsprünge", begründet der Adig-Rentenstratege diesen Schritt. Im Portfolio habe er unter anderem Papiere des Versicherers Sun America oder des Telekommunikationsanbieters Bell South. US-Staatsanleihen findet Röttger wegen ihrer niedrigen Renditen uninteressant.

Der Schwerpunkt liege aber weiterhin bei Euro-Anleihen. In den vergangenen Wochen habe er deren Quote von 48 auf 53 % erhöht. Während Staatsanleihen aus Deutschland, Belgien und Irland dominierten, sehe er auch bei Unternehmensanleihen in Euro wieder günstigere Perspektiven. Bereits mit Käufen begonnen habe er bei Papieren des Automobilherstellers Ford. Aufgestockt habe er zudem seine Bestände beim Elektroriesen Siemens und beim Tabakkonzern BAT.

Mit einem Plus von 5,51 % belegt der DekaRent-International der zur Sparkassen-Gruppe gehörenden Deka im Gesamtklassement Platz 53. Innerhalb des 26-prozentigen Euro-Teils setzt Fondsmanager Andreas Meurer nach eigenen Angaben mit 6 % auf deutsche Bundesanleihen. Jeweils 3 % habe er in Euro-Staatspapieren aus Finnland, Österreich und Spanien investiert, die gegenüber deutschen Staatstiteln noch einen Renditeaufschlag böten.

Zur Renditesteigerung dienten Beimischungen staatlicher Euro-Emissionen von Ländern wie Mexiko, die bei neunjährigen Laufzeiten gegenüber Bundesanleihen eine um drei Prozentpunkte höhere Effektivverzinsung böten als Bundesanleihen. Mit 5 % der Mittel sei er in Osteuropa investiert, insbesondere polnischen und ungarischen Staatsanleihen in Landeswährung.

Da Meurer den US-Dollar wegen der Wirtschaftslage in USA für zu teuer hält, seien Dollar-Papiere mit 30 % untergewichtet. Außerdem habe er die Bestände gegen Währungsverluste teilweise gesichert.

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