Performanceanalyse
Fonds setzen auf osteuropäische Rentenmärkte

Russische, rumänische und bulgarische Anleihen stehen ganz oben auf der Favoritenliste der Manager von Rentenfonds, die auf Schwellenländer- und High-Yield-Anleihen setzen. Optimistisch sind sie auch für Investitionen in Asien. Bei Bonds aus lateinamerikanischen Ländern sind sie zurückhaltender.

HB/vwd FRANKFURT/M. Optimistisch sind sie auch für Investitionen in Asien. Bei Bonds aus lateinamerikanischen Ländern sind sie zurückhaltender. "Die Volkswirtschaften der Emerging Markets (Schwellenländer) dürften vom allgemein stärkeren globalen Wachstum und steigenden Rohstoffpreisen profitieren", sagt Michael Hasenstab, Co-Fondsmanager des Templeton Emerging Markets Bond (Euro) Fund A.

Sein Fonds hat in den zwölf Monaten bis Ende Mai einen Wertzuwachs von 18,16 % erwirtschaftet. In der aktuellen Hitliste der Emerging-Markets- und High-Yield-Rentenfonds bedeutet dies für das Produkt der Fondsgesellschaft Franklin-Templeton Position zwei. (Tabelle).

Laut Hasenstab lag der Hauptgrund für die Entwicklung des Fonds in der Länderauswahl. Geholfen habe dabei einerseits das geringe Engagement im krisengeschüttelten Argentinien. Andererseits habe er erheblich von den Übergewichtungen der osteuropäischen Märkte Russland und Bulgarien profitiert.

Mit einer Quote von 31,2 % sind die europäischen Schwellenländer weiterhin prominent im Portfolio vertreten. Alleine 22,2 % hat der Experte in Russland investiert. Das Land verbessere weiter seine makroökonomischen Fundamentaldaten und die Staatsverschuldung, sagt er.

Neben Bulgarien, wo der Fonds derzeit mit 5,1 % der Mittel engagiert ist, hat der Templeton-Rentenspezialist in Osteuropa auch seine Positionen am wenig volatilen polnischen Markt erhöht. Wegen des ungewissen politischen Umfeldes seien in der Türkei Positionen abgebaut worden.

Hasenstab zufolge gehört zur aktuellen Investmentstrategie auch die selektive Erhöhung der Engagements an den asiatischen Märkten, wo der Templeton Emerging Markets Bond (Euro) Fund A bereits 10 % der Mittel investiert hat.

Aufgestockt habe er in den Philippinen, die mit einem Anteil von 5,8 % gleichzeitig das Länderschwergewicht in der asiatischen Region darstellen.

Eine Wertentwicklung von 11,85 % in den vergangenen 12 Monaten per Ende Mai bringt den First Austrian Emerging Markets Bond A auf Rang sieben. Der Fonds sichere das Währungsrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro permanent ab, sagt Fondsmanager Roman Swaton von der zur österreichischen Erste-Bank-Gruppe gehörenden Fondsgesellschaft Erste-Sparinvest. Gerade während der aktuellen Schwäche der US-Devise habe sich dies ausgezahlt. "Als Region bevorzugen wir Osteuropa", sagt Swaton.

Entsprechend will der Rentenspezialist die mit 29,2 % im Portfolio vertretene Region weiter übergewichten. Wenngleich Russland per Saldo seit Jahresanfang sehr gut gelaufen sei, ist Swaton unverändert optimistisch und erwartet bei den Renditedifferenzen russischer Anleihen zu US-Treasuries von rund 500 Basispunkten weitere Einengungen. Am russischen Rentenmarkt gefallen ihm lang laufende russische Staatsanleihen mit Fälligkeit 2028 und 2030. Interessant findet Swaton auch osteuropäische EU-Beitrittskandidaten aus der zweiten Reihe.

Gut gefallen ihm insbesondere Bulgarien und Rumänien, die aktuell bereits mit jeweils knapp 4,5 % im Portfolio vertreten sind. Während des Ausverkaufs an den Märkten in den vergangenen zwei Wochen hätten sich die Renditeaufschläge dieser Bonds zu stark ausgeweitet.

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