Persönliche Kontakte sind Motiv für Engagement im Ausland
Erfolgsfaktoren für das Exportgeschäft

Erfolg auf internationalen Märkten ist für unsere Wirtschaft unverzichtbarer Bestandteil der Zukunftsstrategie. Warum ist das so? Ganz einfach, weil die im Auslandsgeschäft tätigen Unternehmen zufriedener sind.

HB. Knapp 90 Prozent bezeichnen ihr Auslandsengagement als "erfolgreich", so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart und der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB).

Bei den meisten Auslandsengagements steht nicht die Produktionsverlagerung aus Kostengründen im Mittelpunkt, sondern die Erschließung neuer Märkte und die Aufforderung durch Kunden. Häufiger als man annimmt sind Marktgründe und persönliche Kontakte ein Motiv, um im Ausland aktiv zu werden. Um auf allen Märkten bestehen zu können, scheint es ein wichtiger Erfolgsfaktor zu sein, mit dem eigenen Tochterunternehmen oder einer Vertriebsrepräsentanz im Ausland zu agieren. Die wichtigste Form des Auslandsgeschäfts ist aber nach wie vor der Export. Interessant ist die Bedeutung des internationalen Sourcings, über 50 Prozent der Unternehmen kaufen schon seit über fünf Jahren im Ausland zu.

Die Bundesrepublik ist international verflochten wie kaum eine andere Volkswirtschaft. Mittlerweile erzielen die Unternehmen etwa ein Drittel ihrer Umsätze durch Handel mit dem Ausland. Von 1990 bis 2001 wuchsen die Exporte jährlich durchschnittlich um 5,9 Prozent. Nach dem Jahr 2001 mit 6,8 Prozent Wachstum folgte zwar 2002 lediglich ein Plus von 1,6 Prozent. Auch 2003 fiel nicht besonders gut aus (2 %), was auf die schlechte Weltkonjunktur und den Anstieg des Euro-Wechselkurses zurückgeführt wurde. Doch schon ein Jahr später, 2004, konnte selbst der starke Euro das Exportgeschäft nicht länger bremsen: ein Plus von 8,6 Prozent, schätzt der DIHK den Anstieg im laufenden Jahr. Der Exportaufschwung steht auf einer breiten Basis, die Impulse gehen ebenso von den USA, von Asien, von einigen westeuropäischen Ländern sowie von den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens aus.

Dass die Zukunft der Unternehmen im Auslandsgeschäft gesehen wird, verdeutlichen auch die nachfolgenden Zahlen. Die befragten Unternehmen planen in den nächsten fünf Jahren eine deutliche Forcierung ihres Auslandsgeschäftes. So betrug im Jahr 2002 der Umsatzanteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz der Unternehmen durchschnittlich 39 Prozent. In den nächsten fünf Jahren wird eine Steigerung des Auslandsumsatzanteils auf durchschnittlich 49 Prozent angestrebt. Dies entspricht einer Steigerungsrate von über 25 Prozent.

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