Personalabbau erwartet
UBS prüft Übernahme von Merrill Lynch

Einem Zeitungsbericht zufolge zeigt die Schweizer Großbank ernsthaftes Interesse an der Investmentbank. Eine Übernahme ginge vermutlich mit vielen Entlassungen einher.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Schweizer Großbank UBS AG erwägt nach Informationen der "Börsen-Zeitung" den Kauf der US-Investmentbank Merrill Lynch & Co. Inc. Wie im Umfeld der beteiligten Unternehmen zu erfahren gewesen sei, ist UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel ernsthaft an Merrill Lynch interessiert und prüft derzeit das Für und Wider einer solchen Übernahme.

Die Großbank sei in den USA nicht so stark vertreten, wie das von einem weltweit tätigen Unternehmen erwartet wird, berichtete das Blatt (Donnerstagausgabe). Im Wesentlichen trete sie dort unter der Marke PaineWebber auf. Doch der im November 2000 für 20 Mrd. Schweizer Franken übernommene und auf das US-Geschäft ausgerichtete Vermögensverwalter bereite anhaltend Sorgen. So habe PaineWebber im zweiten Quartal 2002 einen Vorsteuerverlust von 137 Mill. Franken ausgewiesen.

Bei einer Übernahme von Merrill Lynch durch UBS dürfte es zu teilweise erheblichen Überschneidungen und damit zu zahlreichen Entlassungen nicht nur in den USA kommen, berichtet die Zeitung weiter. Ein weiterer Personalabbau gelte in der Finanzdienstleistungsbranche angesichts des anhaltend schwachen Umfeldes ohnehin als nahezu unausweichlich. Er lasse sich allerdings bei einer Übernahme unter Hinweis auf Synergieeffekte leichter begründen. Merrill Lynch gilt seit längerem als möglicher Übernahmekandidat, wie die "Börsen Zeitung" ergänzte.

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