Personaldebatte geht unvermindert weiter
FDP streitet weiter über Kanzlerkandidaten

Die Personaldebatte in der FDP geht auch nach der Nominierung von Cornelia Pieper als künftige Generalsekretärin unvermindert weiter. Der designierte Parteichef Guido Westerwelle bekräftigte am Donnerstag im ZDF -"Morgenmagazin", die FDP werde mit einem eigenen "Spitzenkandidaten" in die Bundestagswahl 2002 ziehen.

ddp BERLIN. Er warnte aber zugleich davor, den Begriff eines Kanzlerkandidaten zu verwenden. Westerwelle betonte, sein Angebot an den nordrhein-westfälischen FDP-Chef Jürgen Möllemann, im Falle von Piepers Wahl deren bisheriges Amt als Parteivize zu übernehmen, sei kein Versuch, Möllemann ruhig zu stellen. Er bezeichnete Möllemann als kreativen Geist und guten Wahlkämpfer, den er deshalb in seinem Führungsteam haben wolle.

Nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagsausgabe) rechnen FDP-Vorstandsmitglieder damit, dass Westerwelle aus "persönlichen Gründen" nicht für die Position des Kanzler- oder Spitzenkandidaten zur Verfügung steht. Dagegen sagte Pieper der Chemnitzer "Freien Presse" (Donnerstagsausgabe), es könne Westerwelles Autorität als neuer Vorsitzender untergraben, wenn ihm eine Person als Kanzlerkandidat an die Seite gestellt würde.

Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki wies ebenfalls Vermutungen zurück, Pieper sei nominiert worden, um Platz für Möllemann zu machen. Auch versuche Westerwelle nicht, Möllemann "kaltzustellen". Allerdings werde Möllemann sich die Kandidatur als Parteivize "reiflich überlegen". Ausschlagend dafür dürfte nach seiner Einschätzung sein, ob sich die FDP insgesamt hinter das "Projekt 18" stelle.

FDP-Vizechef Walter Döring verlangte indes ein Ende der Kanzlerkandidaten-Debatte der FDP. Diese hänge den Bürgern "zum Hals heraus", sagte Döring der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe).

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