Personalentwicklung hat in vielen Betrieben nur untergeordneten Stellenwert
Studie: Mittelstand krankt an fehlendem Führungsnachwuchs

Vielen Firmen in Deutschland steht eine Geschäftsübergabe aus Altersgründen ins Haus. Nach Angaben des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung sind es in den nächsten fünf Jahren 380 000 Unternehmen. Doch 70 Prozent dieser Unternehmen haben den Angaben zufolge nur unzureichende Strategien für ihre Managementnachfolge entwickelt. Das Institut rechnet damit, dass 25 bis 30 Prozent der Firmen an dieser Herausforderung scheitern werden.

ddp-vwd HAMBURG. Nach einer aktuellen Studie der Hamburger Personalberatung Dieter Strametz & Partner verfügen 72 Prozent von 138 befragten Firmen in den Größenordnungen zwischen 50 und 500 Beschäftigten über kein systematisches Programm zum Identifizierung, Förderung und Bindung ihrer künftigen Führungskräfte. Der Mittelstand kranke vor allem an fehlendem qualifizierten Führungsnachwuchs, heißt es.

In mittelständischen Unternehmen wird der Personalentwicklung laut Studie nur ein untergeordneter Stellenwert beigemessen. So fehle laut Analyse in vielen Betrieben ein qualifiziertes Personalmanagement gänzlich. Fast 50 Prozent der Befragten verzichten den Angaben zufolge bei ihren Personal-Entwicklungsmaßnahmen auf weiterführende Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen.

Nur bei 20 Prozent der befragten Unternehmen sei ein systematisches "Feedback" angesagt, heißt es in der Studie. Regelmäßige Meetings seien die Ausnahme. Und lediglich 19 Prozent der angesprochenen Firmenleitungen wollen potenzielle Nachwuchskräfte durch leistungsfördernde Vergütungsmodelle binden, heißt es weiter.

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