Personelle Veränderungen bei Thyssen-Krupp
Dax könnte erneut unter 6 000 Punkte fallen

Der Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse wird am Donnerstag zunächst noch ohne die Impulse aus Übersee auskommen müssen, denn die USA feierten am Mittwoch ihren Unabhängigkeitstag. Am Nachmittag erwarten die allermeisten Börsianer, dass die obersten Währungshüter der EZB die Zinsen unverändert lassen.

dpa-afx FRANKFURT. "Wenn das Volumen im Dax nicht weiter zunimmt, könnte es sein, dass der Index erneut unter die Marke von 6 000 Punkten fällt," sagte Rolf Stegemann von der SEB-Bank. Der Händler erwartet nur ein zaghaftes Aufbäumen.

Für den heutigen nachrichtenarmen Handelstag sehen die Düsseldorfer Wertpapierhändler von Lang & Schwarz den Dax gegen 8.00 Uhr bei 6 019 Punkten und damit geringfügig über dem gestrigen Schlussstand.

Der Dax hatte am Mittwoch unter starken Kursverlusten der Technologietiteln gelitten und den Handel bei 6 015,72 Zählern, einem Minus von 0,68 %, beendet. Der Nemax 50 fiel um 1,86 % auf 1 351,91 Stellen, der MDax gab 0,28 % auf 4 794,87 Zähler ab.

Auch die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag leichter geschlossen. Nach einem zwischenzeitlichen Ausflug in die Gewinnzone büßte der Nikkei-Index für 225 führende Werte 21,72 Punkte oder 0,2 % ein und beendete den Handel mit 12 607,30 Punkten.

Gewinnwarnung von Marconi

Nachdem Gerüchte über eine Gewinnwarnung des britischen Elektronikkonzern Marconi am Vortag die Technologietitel im Dax belastetet hatten, bestätigte der Konzern nach Handelsschluss diese Befürchtungen. Die negativen Nachrichten von Marconi sollten jedoch bereits in den Kursen eingespreist sein, sagte Händler Stegemann. Marconi hatte erklärt, dass der operative Gewinn vor Sonderposten im laufenden Geschäftsjahr (31. März 2002) um 50 % unter dem Vorjahreswert liegen werde.

Thyssen-Krupp im Zentrum des Interesses

Im Zentrum des Interesses könnte auch die Aktie des Stahlkonzern Thyssen-Krupp stehen. Der Aufsichtsrat berät nach Abschaffung der Doppelspitze über weitere personelle Veränderungen. Es wird erwartet, dass der Vorstand von bislang neun auf voraussichtlich sechs Mitglieder verkleinert wird.

Nach Ansicht von Marktbeobachtern wird die EZB auf ihrer heutigen Sitzung die Zinsschraube nicht weiter lockern. EZB-Chef Wim Duisenberg hatte am Dienstag mit seiner Rede vor dem Europäischen Parlament nach Meinung vieler Finanzexperten die Hoffnung auf eine Zinssenkung zunichte gemacht.

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